Zahl der hessischen Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung erneut angestiegen
Die Landesärztekammer Hessen hat die Ergebnisse des Hessischen Weiterbildungsregisters für das Jahr 2025 vorgestellt.
Die Rücklaufquote lag bei 92 Prozent. Insgesamt 7.031 aktive Ärztinnen und Ärzte wurden von den Weiterbildungsbefugten in einer Gebietsbezeichnung gemeldet. 426 befanden sich in Mutterschutz oder Elternzeit. Im Vorjahr waren es 6.673 aktive Ärztinnen und Ärzte, sodass die Zahl der Weiterzubildenden wie in den Jahren zuvor gestiegen ist. 118 aktive Ärztinnen und Ärzte wurden in einer Schwerpunktbezeichnung gemeldet.
50 Prozent der jeweiligen Befugnisse einer Gebiets- und Schwerpunktbezeichnung haben keine sich in Weiterbildung befindlichen Ärztinnen und Ärzte beschäftigt. Bei einer Befugnis handelt es sich um eine befugte Person oder, im Falle einer gemeinsamen Befugnis, um mehrere Personen.
Hinsichtlich Altersstruktur und Tätigkeitsgebiet weisen die Ergebnisse weiterhin keine großen Unterschiede auf.
- Die Mehrheit aller gemeldeten Ärztinnen und Ärzte, die sich in Weiterbildung befanden, war weiblich (Gebietsbezeichnung: 57 Prozent; Schwerpunktbezeichnung: 74 Prozent).
- Der Altersdurchschnitt unter den Ärztinnen und Ärzten in einer Gebietsbezeichnung betrug im Jahr 2025 rund 35 Jahre (Schwerpunktbezeichnung: 40 Jahre).
- Die Mehrheit war im stationären Bereich tätig (Gebietsbezeichnung: 81 Prozent; Schwerpunktbezeichnung: 88 Prozent) gefolgt vom ambulanten Bereich (Gebietsbezeichnung: 13 Prozent; Schwerpunktbezeichnung: 9 Prozent). Der Rest der Weiterzubildenden war in „sonstigen Einrichtungen“ tätig. Darunter zählen u. a. Angestellte im Arbeitsmedizinischen Dienst oder in der Pharmaindustrie.
Spitzenreiter Inneren Medizin und Neonatologie
Die Verteilung der Weiterzubildenden nach Fachgebieten entspricht ebenfalls den Vorjahren: Die größte Gruppe repräsentiert die Innere Medizin (26 Prozent), gefolgt von den Gebieten Chirurgie (15 Prozent) und Anästhesiologie (11 Prozent). Spitzenreiter unter den Schwerpunktbezeichnungen waren die Fachbereiche Neonatologie und Spezielle Geburtshilfe sowie Perinatalmedizin mit jeweils 19 Prozent.
Die Daten verdeutlichen, dass der Anteil an Teilzeitbeschäftigungen seit Erhebungsbeginn um 6 Prozentpunkte angestiegen ist (2025: 22 Prozent; 2013: 16 Prozent). Unter den Schwerpunktbezeichnungen war sogar die Mehrheit der gemeldeten Ärztinnen und Ärzte mit 59 Prozent in Teilzeit tätig.
Anteil an Weiterzubildenden mit ausländischem Pass gestiegen
„Der Anteil der Weiterzubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist erneut gestiegen. Wir verzeichnen einen Anstieg von 16 Prozentpunkten seit Erhebungsbeginn. 2025 verfügten 32 Prozent über einen ausländischen Pass. Dabei war knapp über die Hälfte der ausländischen Ärzte männlich. Besonders der Anteil an Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürgern ist seit 2023 mit 27 Prozentpunkten rasant gestiegen“ berichtet Dr. Iris Natanzon, Wissenschaftliche Referentin der Stabsstelle Qualitätssicherung und Projektkoordinatorin des Hessischen Weiterbildungsregisters. Unter den Schwerpunktbezeichnungen besaßen 19 Prozent der gemeldeten Ärztinnen und Ärzte einen ausländischen Pass.
Hintergrund: Datenerfassung durch die LÄKH
Die Landesärztekammer Hessen befragt Weiterbildungsbefugte einmal jährlich zu ihren Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung. Diese Daten bilden die Grundlage des Hessischen Weiterbildungsregisters. Seit 2013 erfasst die Landesärztekammer Hessen die in Weiterbildung beschäftigten Ärztinnen und Ärzte in einer Gebietsbezeichnung. 2025 gab es eine Neuerung: Neben den Gebietsbezeichnungen wurden auch Weiterbildungsbefugte einer Schwerpunktbezeichnung in Hessen angeschrieben und um Meldung ihrer zum Stichtag 01.10.2025 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung aufgefordert.
Ergebnisse jetzt als Download verfügbar
Die zentralen Statistiken zum Weiterbildungsregister 2025 sind hier als PDF abrufbar:
www.laekh.de/fileadmin/user_upload/Aerzte/Weiterbildung/Weiterbildungsbefugte/Weiterbildungsregister/2025_Weiterbildungsregister_Statistik.pdf