Ombudspersonen

Drogen- und Suchtbeauftragter

Beruflicher und privater Stress lassen sich scheinbar mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten leichter ertragen. Doch irgendwann wird diese "Lösung" selbst zum Problem. Die Landesärztekammer will Ärztinnen und Ärzten individuell und unbürokratisch dabei helfen, sich bei riskanten Entwicklungen frühzeitig professionelle Hilfe und kollegialen Rat zu holen. Der Drogen- und Suchtbeauftragte führt natürlich keine Therapien durch; er ist jedoch in der Lage, Unterstützung bei der Suche nach einem Therapieplatz zu leisten und einen schnellen Kontakt zu einem Therapeuten herzustellen. Wenn Sie oder Mitarbeiter betroffen sind, können Sie sich - auf Wunsch auch anonym - an den Mobbingbeauftragten oder seinen Stellvertreter wenden. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.

Ombudsstelle für Fälle von Missbrauch in ärztlichen Behandlungen

Grenzverletzungen und Missbrauch kommen auch in ärztlichen Behandlungen vor. Dabei geht es nicht nur um sexuellen Missbrauch, sondern auch um die Ausnutzung der Abhängigkeit des Patienten und um Machtmissbrauch. Oft werden solche Vorkommnisse verschwiegen. Als erste Ärztekammer in Deutschland hat die Landesärztekammer Hessen eine Ombudsstelle für Fälle von Missbrauch in ärztlichen Behandlungen eingerichtet und bietet betroffenen Patientinnen und Patienten damit eine vertrauliche Beratungsmöglichkeit. Auch Ärztinnen und Ärzte können sich an diese Ombudsstelle wenden, um Fragen und Probleme mit Grenzwahrung und Missbrauch in Behandlungen zu bearbeiten und sich beraten zu lassen.

Mobbingbeauftragte

Man kann von Mobbing am Arbeitsplatz sprechen, wenn man sich im Konflikt mit Kollegen oder Vorgesetzten befindet und über einen längeren Zeitraum hinweg systematisch auf abwertende, respektlose oder schikanierende Art und Weise behandelt wird. Zu typischen Mobbinghandlungen gehören Demütigungen, Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen, Zuweisung sinnloser Aufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder eine fortgesetzte, unangemessene Kritik an einer Person oder ihrem Tun. Zu den Aufgaben der Mobbingbeauftragten der Landesärztekammer gehört es, neutraler Ansprechpartner für Betroffene zu sein, ein offenes Ohr für sie zu haben und nach Möglichkeit gemeinsam erste mögliche Strategien gegen Mobbing mit ihnen zu entwickeln.

Menschenrechts- und Rassismusbeauftrager

Menschenrechte sind in der Politik schlecht aufgehoben. Sei es, dass zu exekutierende Gesetze humanen Erfordernissen im konkreten Einzelfall entgegenstehen, sei es - vor allem im internationalen Kontext -, dass wirtschaftliche Interessen die Ursache dafür sind, dass die gleichen Menschenrechtsverletzungen heute gebrandmarkt und morgen stillgeschwiegen werden. Wo solche Kompromisse geschlossen werden kommt es oft zu großem persönlichen Leid. Da Gewalt und rechte Hetze auch nicht vor Arztpraxen oder Krankenhäusern Halt machen, hat die Landesärztekammer den Menschenrechtsbeauftragten zusätzlich als Rassismusbeauftragten berufen.