Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten

Hinweis zur aktuellen Pandemie-Situation (Covid-19/SARS-CoV-2) - Informationen für ausbildende Ärztinnen und Ärzte & MFA-Auszubildende:

Die Zwischenprüfung 2020, ursprünglich geplant für den 25.03.2020, die wir aufgrund der Corona-Pandemie absagen mussten, wurde am Montag, dem 08.06.2020 nachgeholt.

Der praktische Teil der Abschlussprüfung findet REGULÄR (Beginn: 12. Juni 2020) in Bad Nauheim statt!)

Weitere Informationen dazu finden Sie weiter unten in den FAQ bei Frage 5.

Stand: 09.06.2020

FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Ausbildung und zu den Prüfungen der Medizinischen Fachangestellten in Bezug auf die aktuelle Pandemie-Situation

1. Wann findet die Zwischenprüfung im Jahr 2020 statt?
2. Wird die Zwischenprüfung im Jahr 2020 ersatzlos gestrichen?
3. Wie wird es für Auszubildende, die an der Winterprüfung 2020/2021 vorzeitig teilnehmen wollen, gehandhabt?
4. Wird die schriftliche Abschlussprüfung, die für den 06.05.2020 festgesetzt wurde, ebenfalls verschoben?
5. Wie startet die Berufsschule nach den Sommerferien 2020?
6. Müssen die Auszubildenden in die Ausbildungsstätte gehen, wenn die Berufsschule geschlossen hat?
7. Haben die Auszubildenden ein Recht auf "Freistellung", um die Arbeitsaufträge aus der Berufsschule zu erledigen?
8. Werden die Prüfungsvorbereitungskurse nachgeholt oder durch andere Maßnahmen ersetzt?
9. Wann werden wieder Prüfungsvorbereitungskurse in der Carl-Oelemann-Schule angeboten?
10. Wie geht die Landesärztekammer mit Fehlzeiten um, die aufgrund von Berufsschul- oder Praxisschließungen zustande kommen?
11. Berücksichtigen die Prüfungsausschüsse den durch Corona beeinträchtigten Ausbildungsverlauf?
12. Gilt Kurzarbeit auch für Auszubildende und wie ist die Vergütung geregelt?
13. Dürfen Minderjährige wegen der potentiellen Corona-Infektionsgefahr weiterhin in der Ausbildungsstätte tätig sein?
14. Kündigung des Ausbildungsverhältnisses
15. Beendigung des Ausbildungsverhältnisses durch Fristablauf bzw. vor Abnahme der Abschlussprüfung (beispielsweise wegen Verschiebung des Prüfungstermins)
16. Verlängerung der Ausbildungszeit
17. Vereinbarung der Teilzeitausbildung
18. Freistellung der/des Auszubildenden
19. Anordnung von Urlaub für Auszubildende
20. Kinderbetreuung bei Kita- und Schulschließungen
21. Ausbildungsvergütung

Wir wünschen weiterhin eine erfolgreiche Ausbildung!

Bitte schauen Sie immer wieder auf unsere Website. Hier stellen wir regelmäßig alle aktuellen Informationen ein. Bitte sehen Sie - soweit vermeidbar - von telefonischen Nachfragen ab. Herzlichen Dank!

Allgemeine Informationen über den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf Medizinische Fachangestellte/Medizinischer Fachangestellter

Attraktiv und vielseitig

Die Landesärztekammer Hessen ist die nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle für den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf Medizinische Fachangestellte/Medizinischer Fachangestellter (früher: Arzthelfer/in). Sie überwacht die ordnungsgemäße Durchführung der Ausbildung, berät in Ausbildungsfragen und führt Prüfungen durch.

Der Beruf der/des Medizinischen Fachangestellten bietet eine Menge Pluspunkte: Hohes Berufsimage, eigenverantwortliches Arbeiten, abwechslungsreiches Aufgabengebiet, langfristige Berufsperspektiven. Wichtige Voraussetzungen der Bewerberin/des Bewerbers sind persönliches Engagement, Leistungsbereitschaft, Konzentrationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Arbeit in der Praxis ist Teamarbeit. Deshalb sind Eigenschaften wie Flexibilität, rasche Auffassungsgabe und Zuverlässigkeit ebenfalls von Bedeutung. Auch sind Verschwiegenheit und persönliche Hygiene der Bewerberin/des Bewerbers notwendig.

Eine wichtige Aufgabe der Medizinischen Fachangestellten liegt in der Vermittlung zwischen Arzt und Patienten. Die/Der Medizinische Fachangestellte ist erste Ansprechperson für die Patienten. Oft müssen Medikamente und Dosierungen erklärt oder Termine vereinbart werden. Voraussetzung ist hierbei unbedingt die Freude am Umgang mit anderen Menschen und die Bereitschaft, sich auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten einzustellen.

Die Ausbildung hat zwei Schwerpunkte: Medizin und Verwaltung. Die/Der Medizinische Fachangestellte ist die "rechte Hand" des Arztes, sie/er assistiert bei Behandlungen. Dafür sind gute medizinische Kenntnisse notwendig. Sie/Er begleitet diagnostische und therapeutische Maßnahmen des Arztes, z. B. Handhabung verschiedener medizinischer Geräte und Apparaturen, Umgang mit wertvollen Seren und Impfstoffen, Laborarbeiten und Anlegen von Verbänden. Schließlich leistet sie/er Hilfe bei Notfällen. Zur kompetenten Unterstützung des Arztes sind außerdem Kenntnisse im medizinischen Fachvokabular notwendig.
Zum Bereich Verwaltung gehört die Praxisverwaltung und das Praxismanagement sowie das Abrechnen der ärztlichen Leistungen mit gesetzlichen Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern.

Wer sich für den Beruf der/des Medizinischen Fachangestellten entscheidet, kann aus einer breiten Palette von Möglichkeiten wählen. Es gibt Fachärzte für die unterschiedlichsten Bereiche, insgesamt ca. 40 medizinische Fachrichtungen, für die sich der Bewerber/die Bewerberin entscheiden kann. Abhängig von persönlichen und medizinischen Interessen kann man z. B. in einer Kinderarztpraxis oder einer Hals-Nasen-Ohrenarztpraxis lernen. Die Ausbildung sollte allerdings schwerpunktmäßig auf allgemeine medizinische Inhalte ausgerichtet sein (siehe Ausbildungsrahmenplan).

Weitere Fakten:

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Form der Ausbildung: Duale Ausbildung in Schule und Ausbildungsstätte (Praxis, Krankenhaus, werksärztlicher Dienst, MVZ, Gesundheitsamt etc.)
  • Probezeit: 1-4 Monate
  • Unterstützung: Überbetriebliche Ausbildung 1 Woche pro Ausbildungsjahr
  • Vergütung ab 01.04.2019:
    • im 1. Ausbildungsjahr: 865,00 Euro
    • im 2. Ausbildungsjahr: 910,00 Euro
    • im 3. Ausbildungsjahr: 960,00 Euro.

Nach erfolgreicher Ausbildung hat die/der Medizinische Fachangestellte die Möglichkeit, an zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Diese können sich positiv auf die Entwicklung des Gehalts auswirken. Bei entsprechendem Einsatz muss die/der Medizinische Fachangestellte Kenntnisse im Strahlenschutz erwerben. Ferner kann sie/er an einem anspruchsvollen Weiterbildungslehrgang teilnehmen und die Bezeichnung "Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung" erwerben, die sie/ihn als besonders qualifiziert ausweist und regelmäßig zur ersten Kraft in der Praxis macht.

Die/Der examinierte Medizinische Fachangestellte findet seinen Aufgabenbereich auch in Krankenhäusern und Kliniken, Kureinrichtungen und Sanatorien, bei Gesundheitsämtern und in Rehabilitationszentren sowie bei Krankenkassen, Krankenversicherungen, Kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammern.

Wer mehr über den Ausbildungsberuf der/des Medizinischen Fachangestellten erfahren möchte, kann die Landesärztekammer ansprechen. Auch jede/r niedergelassene Ärztin/Arzt gibt gerne weitere Auskünfte zum Ausbildungsberuf der/des Medizinischen Fachangestellten. Sinnvoll ist es, Schnuppertage sowie Schülerbetriebspraktika in Arztpraxen zu absolvieren, denn die tatsächliche Eignung für einen Beruf lässt sich so am besten vor Ort herausfinden.

Für das Bewerbungsgespräch bieten wir Ärztinnen und Ärzten einen Eignungstest an, der kostenfrei bei der Landesärztekammer Hessen angefordert werden kann.

Weitere Infos:

Informationen zur Überbetrieblichen Ausbildung finden Sie hier.

Ansprechpartner/-innen:

Die passenden Ansprechpartner/-innen für Ihr Anliegen finden Sie auf der Kontaktseite für das MFA-Ausbildungswesen.

Broschüre: "Medizinische Fachangestellte - Ein Beruf mit Zukunft"

Informationsfilm über die Ausbildung zum/zur und die Tätigkeit des/der Medizinischen Fachangestellten

Mit freundlicher Genehmigung der Sächsischen Landesärztekammer.

Für Auszubildende und für alle, die sich für den Ausbildungsberuf des/der Medizinischen Fachangestellten in Hessen interessieren ist die Landesärztekammer Hessen Ansprechpartnerin.