Landesärztekammer Hessen wirbt für neue Ausbildungsplätze

Pressemitteilung
  • Beteiligung am Hessischen Pakt für Ausbildung 2004 – 2006
  • Ausbildungsurkunde für Praxen und Krankenhäuser

Auch die Landesärztekammer Hessen hat den Hessischen Pakt für Ausbildung 2004 – 2006 unterzeichnet. Obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit ungünstig sind, macht sie sich dafür stark, daß neue Ausbildungsplätze für künftige Arzthelfer und Arzthelferinnen geschaffen werden. Ziel ist es, weiterhin eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten in Hessen zu gewährleisten und gleichzeitig jungen Menschen eine Ausbildungsperspektive zu eröffnen.

„Wir werben bei unseren Ärztinnen und Ärzten weiterhin dafür, Auszubildende einzustellen, und unterstützen sie bei der Auswahl geeigneter Bewerber. Angesprochen werden in diesem Jahr vor allem auch Ärztinnen und Ärzte, die noch nie bzw. schon lange nicht mehr ausgebildet haben, um die Ausbildungsplatzquote von 37% noch zu steigern," erklärt

Dr. med. Ursula Stüwe, Präsidentin der hessischen Landesärztekammer. „Darüber hinaus haben wir auf unserer Homepage www.laekh.de eine Jobbörse eingerichtet und bieten neben ausführlichen Informationen zur Aus- und Fortbildung einen Eignungstest an."

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung wird die Kammer durch Datenabgleich an der Besetzung freier Ausbildungsplätze mitwirken. Berufsberater der Arbeitsagenturen werden eingehend über das Berufsbild der Arzthelferin bzw. des Arzthelfers unterrichtet, um Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen, eingehend über die Berufsanforderungen informieren zu können. Aktuell beteiligt sich die Landesärztekammer mit IHK und HWK an den Nachvermittlungsaktionen der einzelnen Arbeitsagenturen.

Geplant ist überdies eine Vernetzung mit Bildungseinrichtungen, die beispielsweise im Rahmen von Förderprogrammen berufsvorbereitende Maßnahmen durchführen, Ausbildungsplatzentwickler entsenden und Ausbildungsverbünde koordinieren.

Nachdrücklich wendet sich die Landesärztekammer allerdings dagegen, Ärztinnen und Ärzte durch politischen Druck zur Ausbildung zu verpflichten. „Außerdem finanzieren die hessischen Ärzte etwa die Überbetriebliche Ausbildung von Arzthelfer/innen bereits erheblich mit", ergänzt Stüwe. Im Zuge der Gesundheitsreform würden die finanziellen Möglichkeiten von niedergelassenen Praxen und Krankenhäusern zunehmend eingeschränkt – eine Tatsache, die sich auch negativ auf die Zahl der Ausbildungsplätze auswirke. "Wir sind daher für alle angebotenen Plätze dankbar", betont die Kammerpräsidentin: „Heute ist ein Ausbildungsbetrieb wichtiger denn je. Als Anerkennung für ihre Ausbildungsbereitschaft werden wir ausbildenden Ärztinnen und Ärzten in Kürze Ausbildungsurkunden zum Aushang in den Praxen und Krankenhäusern überreichen, damit ihr Engagement auch nach außen sichtbar wird."

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