Landesärztekammer Hessen fordert nachhaltige Sicherung des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Pressemitteilung

Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen hat sich mit Nachdruck für eine nachhaltige Sicherung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) ausgesprochen. In einem am 21. März 2026 in Bad Nauheim gefassten Beschluss fordern die Delegierten das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege auf, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die erreichten Fortschritte aus dem Bundespakt für den ÖGD über das Jahr 2026 hinaus zu sichern. Dafür sollen ausreichend Landesmittel bereitgestellt werden. Ziel ist es, gemeinsam mit den hessischen Landkreisen und Städten den aktuell erreichten Personalstand in den Gesundheitsämtern dauerhaft zu erhalten.

Handlungsfähigkeit im Krisenfall sichern

Die Delegierten betonen, dass die Covid-19-Pandemie erhebliche Defizite in der personellen Ausstattung und der digitalen Infrastruktur der Gesundheitsämter offengelegt hat. Der 2020 eingerichtete Bundespakt für den ÖGD habe entscheidend dazu beigetragen, diese Schwächen zu beheben, indem Personal aufgebaut und digitale Strukturen modernisiert wurden.

Angesichts der angespannten Finanzlage vieler Kommunen bestehe jedoch die konkrete Gefahr, dass nach dem Auslaufen der Bundesförderung Personal abgebaut wird und qualifizierte Fachkräfte den ÖGD verlassen. Diese Entwicklung würde die in den vergangenen Jahren erzielten Fortschritte gefährden.

Die Landesärztekammer Hessen unterstreicht damit die zentrale Rolle leistungsfähiger Gesundheitsämter für den Bevölkerungsschutz. Nur mit einer stabilen personellen und strukturellen Ausstattung seien die Ämter in der Lage, sich angemessen auf zukünftige Krisen vorzubereiten und im Ernstfall schnell und wirksam zu handeln.

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