Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Pressemitteilung

Landesärztekammer Hessen ruft zur Schutzimpfung auf

Im Herbst beginnt die Grippesaison. Auch in diesem Jahr ruft die Landesärztekammer Hessen wieder dazu auf, sich im September und Oktober gegen die Virusgrippe (Influenza) impfen zu lassen. Anders als eine von Bakterien ausgelöste Erkältung ist die Virusgrippe eine schwere Infektionskrankheit, die lebensbedrohlich sein kann. Obwohl die verfügbaren Impfstoffe gut verträglich sind und Schutz bieten, werden sie noch nicht ausreichend genutzt  Mit der Folge, dass jeden Winter in Deutschland zahlreiche Menschen an den Folgen von Influenza sterben. Mit der Impfung kann man einer Influenzainfektion vorbeugen, der Impfschutz ist innerhalb von 8 bis 10 Tagen nach der Impfung vorhanden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Menschen über 60 Jahren und chronisch Kranken die Schutzimpfung, da bei ihnen die körperlichen Abwehrkräfte eingeschränkt sind. Besonders gefährdet sind Personen mit bestimmten Grundleiden wie

  • chronische Lungenkrankheiten, z.B. Asthma oder chronische Bronchitis
  • Herzkrankheiten mit Neigung zur Herzinsuffizienz
  • chronische Nierenleiden
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und andere Stoffwechselerkrankungen
  • chronische Anämien (Mangel an roten Blutkörperchen)
  • angeborene und erworbene Immundefekte
  • Patienten nach durchgeführter Organtransplantationen oder mit bestimmten Tumorleiden

Auch Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis zählen zu den Risikogruppen und sollten gegen Grippe geimpft werden.

Darüber hinaus empfiehlt die Landesärztekammer die Grippeschutzimpfung allen Personen, die durch ihren Beruf in erhöhtem Maße einer Infektion ausgesetzt sind oder selbst die Infektion auf andere übertragen können. Zu diesen Personengruppen gehören beispielsweise  

  • medizinisches Personal,
  • Polizei und andere Ordnungsbehörden,
  • Rettungsdienste,
  • allgemeine Verwaltung mit viel Publikumsverkehr,
  • Lebensmittel- und Energieversorgung,
  • Berufe, wie beispielsweise Lehrer/in, Erzieher/in, Busfahrer/in.

Auch vor dem Hintergrund der in den Medien diskutierten Vogelgrippe-Gefahr rät die Kammer zu der Schutzimpfung. Gesetzlich Krankenversicherte sollten ihre Krankenkasse fragen, ob diese die Kosten für die Impfung übernimmt.  Zwar schützen die derzeit verfügbaren Influenzaimpfstoffe nur vor der menschlichen Grippe und nicht vor einem sogenannten „Supervirus" (Pandemievirus), der durch die Verbindung des Vogelgrippevirus mit einem menschlichen Grippevirus entstehen könnte. „Die Influenzaimpfung kann jedoch eine gleichzeitige Infektion mit menschlichen und tierischen Influenza-Viren verhindern und so der Entwicklung eines neuen Virus vorbeugen", erklärt der Frankfurter Virologe Prof. Dr. med. Hans Wilhelm Doerr.

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