113. Deutscher Ärztetag in Dresden: Paracelsus-Medaille für Prof. Dr. med. Albrecht Encke

Pressemitteilung

113. Deutscher Ärztetag ehrt Frankfurter Chirurgen und ehemaligen Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Dresden. Auf dem 113. Deutschen Ärztetag in Dresden ist der Frankfurter Chirurg und Past-Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Prof. Dr. med. Albrecht Encke, für seine herausragenden Verdienste um die deutsche Ärzteschaft mit der Paracelsus-Medaille geehrt worden. Wie sein hessischer Kollege Dr. med. Alfred Möhrle, der in Dresden ebenfalls mit der Paracelus-Medaille ausgezeichnet worden ist, zählt Encke zu den bedeutenden Arztpersönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte in Hessen und bundesweit.
In seiner Laudatio würdigte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Jörg Dietrich Hoppe, besonders seinen Einsatz für die evidenzbasierte Medizin und die Qualität der Patientenversorgung.

Lebenslauf. Prof. Dr. med. Albrecht Encke wurde am 24.06.1935 in Remscheid als Sohn eines Internisten geboren. Von 1946 bis 1955 besuchte der das Staatliche neusprachige Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Remscheid. Das Abitur erfolgte im Frühjahr 1955.

Das vorklinische Medizinstudium legte er in Freiburg und Tübingen (Physikum) ab. Sein klinisches Studium absolvierte er in Wien, Tübingen und Köln. Das Staatsexamen legte er im Jahre 1961 mit der Note „sehr gut" ab.

Seine Dissertation schrieb er bei Herrn Prof. Dr. Tönnis, Neurochirurgische Universitätsklinik Köln über das Thema: „Schädelnähte unter normalen und pathologischen Verhältnissen". Die Promotion erhielt er im Jahre 1961 mit magna cum laude.

Im Jahre 1970 erhielt er die Facharztbezeichnung „Chirurgie" von der Ärztekammer Nordbaden. Im gleichen Jahr habilitierte er sich mit dem Thema: "Experimentelle und klinische Untersuchungen zur intravasalen Gerinnung in der Chirurgie".

Im Mai 1971 wurde er zum Oberarzt und ab Oktober 1972 zum leitenden Oberarzt der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg ernannt. Im Juli 1974 wurde er außerplanmäßiger Professor. Am 01.02.1979 erhielt er den Ruf zum C-4-Professor der Universität Frankfurt für Allgemein- und Abdominalchirurgie.

Die Bezeichnung im Schwerpunkt „Gefäßchirurgie" erhielt er im Jahre 1978 von der Ärztekammer Nordbaden und die Bezeichnung im Schwerpunkt „Visceralchirurgie" im Jahre 1995 von der Landesärztekammer Hessen.

Seit 1983 gehört er dem Sektionsvorstand „Chirurgie" der Akademie an und ist Nachfolger im Amt von Prof. Dr. Schwemmle. Encke hat jährlich mindestens eine Veranstaltung in seinem Gebiet als Sektionsveranstaltung entweder in Bad Nauheim oder in Frankfurt am Main durchgeführt. Darüber hinaus hat er bei Veranstaltungen anderer Sektionen als Referent mitgewirkt.

Als Prüfer ist Encke in folgenden Gebieten für die Landesärztekammer Hessen tätig: „Chirurgie" seit 1983, „Visceralchirurgie" seit 1996 und „Chirurgische Intensivmedizin" seit 08.01.1998. In den „Operativen Gebieten" ist Encke seit 1987 Prüfungsvorsitzender. Als Gutachter für die Landesärztekammer Hessen ist er in den Gebieten „Chirurgie" (seit 1988), „Visceralchirurgie" (seit 1994) und „Chirurgische Intensivmedizin" (ebenfalls seit 1994) tätig.

Im Jahre 1999/2000 war Encke Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Von November 2000 bis Mai 2009 stand Encke als Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) vor und ist seit dem 09.05.2009 Post-Präsident der AWMF.

Mitglied der Kommission „Lebendspende" der Landesärztekammer Hessen ist Prof. Dr. Encke seit Gründung im Jahre 2001.

Prof. Dr. Encke hat die Entstehung des Krebsforschungszentrums von der Grundsteinlegung bis zur Fertigstellung miterlebt. Sein Ruf als Spezialist auf dem Gebiet der Krebsbehandlung hat überregionale Bedeutung. Er war im Jahre 2003 Mitbegründer des Hospizvereins Sankt Katharina. Prof. Dr. Encke war ebenfalls Mitbegründer des stationären Hospiz Sankt Katharina, welches im Frühjahr 2005 mit zunächst neun (später 13) Plätzen eröffnet wird.

Am 01.08.2002 trat Prof. Dr. Encke seinen wohlverdienten Ruhestand an. Für seine hervorragenden Verdienste für die hessische Ärzteschaft wurde er im Jahre 2002 mit der Ehrenplakette der Landesärztekammer Hessen in Silber ausgezeichnet.

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