Editorial

Lohn der Mühe

Es stimmt, es ist schon wieder so weit. Das Ende der laufenden Legislaturperiode der Landesärztekammer Hessen wirft seine Schatten bereits voraus. Im September des nächsten Jahres werden die dann von Ihnen gewählten Delegierten der hessischen Ärzteschaft ihr Amt antreten. Doch bis es soweit ist, liegt noch einiges an Arbeit vor uns, sowohl für die ehrenamtlichen als auch für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LÄKH.
Aus dem Präsidium

Nur aktive Mitgestaltung überzeugt

Der Anteil der Ärztinnen in unserer Profession nähert sich der 50 %-Marke. Von einem solchen Anteil sind wir in unseren Selbstverwaltungsorganen in der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) und in der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) weit entfernt.
Ärztekammer

Aktuelles aus der Stabsstelle Medien

Gestaltung und Inhalte unseres Mitteilungsblattes haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Mit dem Wechsel zum Deutschen Ärzteverlag entwickelten wir ein bunteres und ansprechenderes Layout. Zuvor hatten wir bereits regelmäßige CME-Fortbildungsartikel etabliert.

Gut abgeschnitten: Zentrale Ergebnisse zur Mitgliederbefragung 2022

Wie ist die aktuelle Zufriedenheit unter den Mitgliedern hinsichtlich der Serviceleistungen der Landesärztekammer Hessen (LÄKH)? Wie wird die Ärztekammer wahrgenommen? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, führte die LÄKH im April 2022 nach fünf Jahren zum zweiten Mal eine repräsentative Mitgliederbefragung durch.
Bekanntmachungen zur Kammerwahl

Ja zur Kammerwahl!

Die Landesärztekammer ist Ausdruck einer starken ärztlichen Selbstverwaltung. Sie vertritt die Interessen der Ärzteschaft, beteiligt sich an zentralen Fragen der Gesundheitspolitik bis hin zu grundsätzlichen Angelegenheiten wie "Patientensicherheit": Die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) ist die berufliche Vertretung aller 39.466 Ärztinnen und Ärzte in Hessen (Stand 11/2022), egal ob selbstständig, angestellt oder im Beamtenverhältnis tätig.
Bücher

Helmut Remschmidt: Von Czernowitz nach Marburg Erlebtes, Erdachtes, Gemachtes

Herkunft und Entwicklung, Einflüsse und Prägung schildert Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. h.c. Helmut Remschmidt mit der Beschreibung seiner persönlichen, familiären und beruflichen Geschichte. Parallel und miteinander verwoben wird Einblick in die Persönlichkeitsentwicklung durch Herkunft, Familie, Kindheit und Ausbildung gegeben.

Stefan Wulf: Der Psychiater Albrecht Langelüddeke (1889–1977)

Das Buch widmet sich dem Wirken des Psychiaters Langelüddeke als einem Protagonisten psychiatrischer Tätigkeit während der Zeit des Nationalsozialismus und Nachkriegszeit. In einer historisch-biografischen Annäherung beschreibt Wulf Person und Profil in Langelüddekes Tätigkeit als Gutachter, Arzt-Soldat, Kommentator der NS-Gesetzgebung und später „Entlasteter“.
Gesundheitspolitik

Unterstützung auf dem Weg zur Digitalisierung

Die Inhaber einer Praxis für Allgemeinmedizin möchten ihren Patienten künftig digitale Services anbieten. Geplant ist eine Online-Terminvergabe und Dokumentation der jeweiligen Krankheitsgeschichte mittels eines mobilen, in mehreren Sprachen nutzbaren Endgeräts. Die Landarztpraxis möchte auch gerne Videosprechstunden anbieten, insbesondere um chronisch-kranken Patienten die lange Anreise zu ersparen.

"Wir schaffen das!"

Erfahrungsbericht von Dr. med. Ursula Stüwe, Fachärztin für Chirurgie und Unfallchirurgie, Ehrenpräsidentin der Landesärztekammer Hessen, langjährige Oberärztin in der chirurgischen Klinik der Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden.

"Wir schaffen das!" Kommentar aus der Rechtsabteilung der Landesärztekammer Hessen

Die Erfahrung, die Dr. med. Ursula Stüwe mit der Deutschen Rentenversicherung (DRV) gemacht hat, ist kein Einzelfall. Vielmehr zeichnet sich ab, dass eine selbstständige Tätigkeit von Ärztinnen und Ärzte aus Sicht der DRV eigentlich nur noch dann gegeben ist, wenn eine Ärztin bzw. ein Arzt in ihrer bzw. seiner eigenen Praxis tätig ist.
Patientensicherheit

Serie Teil 20: Patientensicherheit - Interview mit Dr. Edgar Pinkowski: Patientensicherheit ist ein besonderes Anliegen der Kammer

Auch wenn die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) keine direkte Einrichtung der Patientenversorgung ist, liegt ihren Mitarbeitenden die Verbesserung der Sicherheit medizinischer Behandlungen am Herzen. Es überrascht, in wie vielen Abteilungen und Projekten am Thema Patientensicherheit gearbeitet wird. Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der LÄKH und niedergelassener Anästhesist, berichtet im Interview zu neuen, laufenden und geplanten Aktivitäten.
Ärztekammer - Unsere Mitteilungen an die Presse

Forderung nach umgehender Freilassung von Prof. Dr. Șebnem Korur Fincancı

Mit Empörung hat die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) auf die erneute Festnahme der Ärztin und Vorsitzenden der türkischen Ärztekammer, Prof. Dr. Șebnem Korur Fincancı, reagiert: „Fincancı zählt zu den herausragenden ärztlichen Persönlichkeiten, die sich gegen Repressionen und Folter in ihren Heimatländern wehren, sich für andere Menschen einsetzen und unbeirrt Gerechtigkeit als Ziel verfolgen“, erklärt LÄKH-Präsident Dr. med. Edgar Pinkowski. „Wir fordern ihre umgehende Freilassung!“

Ambulante Patientenversorgung in Gefahr

„Auch in Hessen ist die ambulante Patientenversorgung ernsthaft gefährdet“, mahnt der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski. Durch Überlastung, ausufernde Energiekosten und hohe Inflationsraten gerieten sowohl Kliniken als auch Praxen zunehmend an ihre Grenzen.

Grippe: mit Impfung und Hygiene gut geschützt vor Viren

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) und die Landesärztekammer Hessen rufen gemeinsam zur Grippeschutzimpfung auf. „Um gut gegen Influenza geschützt zu sein, rät das Robert Koch-Institut (RKI), sich im Oktober oder November impfen zu lassen.
Ansichten und Einsichten

Nach der Pandemie: Ein weiterer Winter mit SARS-CoV-2

Ende 2019, als SARS-CoV-2 erstmals auftrat, waren alle drei für eine Pandemie erforderlichen Voraussetzungen gegeben: Es gab 1. ein völlig neuartiges Virus, das 2. hochansteckend ist und sich leicht über die Luft verbreitet und 3. auf eine immunologisch-naive Bevölkerung“ traf. So kam es zur Pandemie.
Fortbildung

Beratungsanlass unspezifische Symptome

Häufig lassen sich im hausärztlichen Setting neue Beschwerden keiner klaren auslösenden Erkrankung zuordnen: In nur etwa 10 % der akuten Fälle steht am Ende einer hausärztlichen Bearbeitung der angegebenen Symptome eine gesicherte Krankheitsdiagnose mit z. B. Erregernachweis [1]. Die Beschwerden sind unspezifische Allgemeinsymptome, die nicht zu einer unmittelbaren Diagnose, jedoch zu differenzialdiagnostischen Überlegungen führen.
Leserbriefe

„Man kann nur fliehen, wenn man nicht krank werden will“

Leserbrief zum Artikel „Arbeitsmotivation und Gleichberechtigung: Diese Themen bewegen den Nachwuchs“ von Dr. med. Tanja Baumgarten und Dr. med. Simon Schmich, HÄBL 11/2022, S. 642

„Wichtige Empfehlungen bleiben unbeachtet“

Leserbrief zu dem CME-Artikel „Die ambulante Herzkatheteruntersuchung“ von Prof. Dr. med. Mariana Parahuleva et. al., HÄBL 11/2022, S. 611. Die hier genannten Literaturhinweise finden sich in der Online-Ausgabe 12/2022.
Mediathek-Tipp

Zu viel Stress – Eine junge Ärztin steigt aus

Wenn aus dem Traumberuf ein Albtraum wird: Die junge Frankfurter Ärztin Stefanie Minkley hängt ihren Kittel nach sechs Jahren an den Nagel. Dabei war sie, so schildert sie es, mit viel Enthusiasmus gestartet. Der Grund: zu viel Stress, Überstunden, 24-Stunden-Dienste und Behandlungen, die teils mehr an wirtschaftlichen Zahlen als am Nutzen für den Patienten orientiert seien. In der Dokumentation des Hessischen Rundfunks zeigt Minkley, mit ihrem Smartphone gefilmt, die letzten Tage im Beruf.
Personalia

Dr. med. Susanne Johna bleibt 1. Vorsitzende des Marburger Bundes

Dr. med. Susanne Johna, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und Präsidiumsmitglied der Landesärztekammer Hessen, ist auf der 140. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Berlin in ihrem Amt als 1. Vorsitzende des Ärzteverbandes bestätigt worden.
Mensch und Gesundheit

Kliniken for Future

Um die Klimaziele zu erreichen, müssen entscheidende Veränderungen in allen Branchen stattfinden. 5 Prozent des nationalen Ausstoßes von Treibhausgasemissionen gehen dabei auf das Gesundheitswesen zurück. Ein großer Teil davon wiederum entsteht durch den Betrieb von Krankenhäusern, die besonders energieintensiv sind. In dem Klimaschutzbericht „Klimaschutz in deutschen Krankenhäusern: Status quo, Maßnahmen und Investitionskosten“ werten die Autoren des Deutschen Krankenhausinstitut e. V. Daten aus einer eigenen Umfrage an Kliniken aus.
Parlando

Empfehlungen und Kulturtipps zum Jahresausklang

Ehestreit um ein Gemälde Sein OEuvre umfasst Romane, Filmdrehbücher, Hörspiele, Lyrik und Essays. Nun hat Martin Mosebach, Büchner-Preisträger und feinnerviger Kenner menschlicher Schwächen, mit „Taube und Wildente“ einen Roman über Kunst, Liebe und Verrat geschrieben.
Medizingeschichte

Flucht vor dem NS-Regime

Die Lebensgeschichte des jüdischen Arztes Wilhelm Eilbott (1895–1977) und dessen Beitrag zur Entwicklung eines neuartigen Leberfunktionstests: Kindheit und Schulzeit - Wilhelm („Willi“) Eilbott wurde am 31. März 1895 im rheinpfälzischen Zweibrücken geboren. Seine Eltern waren der jüdische Kaufmann Adolf Eilbott (1861–1919) und dessen Ehefrau Barbara (Betty), geb. Kern (1860–1955).
Bekanntmachungen der Landesärztekammer Hessen

Hessisches Krebsregister für den guten Zweck: Benefizregatta bei „Rudern gegen Krebs“

Am 9. Oktober 2022 fand die 8. Benefizregatta auf dem Main bei Offenbach statt. Bei dem Ruderwettkampf, der von der Stiftung Leben mit Krebs initiiert wurde, traten knapp 50 Teams für den guten Zweck an. Zum ersten Mal ging das Hessische Krebsregister mit zwei Booten an den Start.

Wahlperiode: Ausschuss Überbetriebliche Ausbildung

Ende September 2022 wählte der Berufsausbildungsausschuss aus seinen Reihen die Mitglieder und ihre Stellvertreter für den Ausschuss Überbetriebliche Ausbildung (ÜA), Wahlperiode 2022–2026. In der konstituierenden Sitzung wurde Martin Leimbeck zum Vorsitzenden des Ausschusses gewählt, Claudia Siebert zur Stellv. Vorsitzenden.

Daniel Libertus ist neuer Leiter der LÄKH-Abteilung für ärztliche Weiterbildung

Daniel Libertus ist neuer Leiter der Abteilung für ärztliche Weiterbildung bei der Landesärztekammer Hessen (LÄKH). Libertus stammt aus Butzbach und studierte Jura in Marburg und Cork (Irland), unter anderem mit der Zusatzqualifikation im Pharmarecht der Philipps-Universität Marburg.