Startbild: Foto von einer Hand, die einen Kugelschreiber hält und auf einen Laptopbildschirm zeigt, auf dem Bildschirm sind Grafiken von Statistiken zu sehen

Aktuelles

Novellierung der Richtlinie Hämotherapie

Die Novelle der "Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Richtlinie Hämotherapie)" ist abgeschlossen. Die Bundesärztekammer (BÄK) hat im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut die im Jahr 2005 erstellte und in 2007 und 2010 fortgeschriebene Hämotherapie-Richtlinie veröffentlicht.

Die Pressemitteilung der BÄK finden Sie hier: www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/richtlinie-haemotherapie-novelliert/

Die Richtlinie steht Ihnen hier zum Download bereit.

Der Qualitätsbericht Hämotherapie für das Berichtsjahr 2017 muss am 01.03.2018 wie gewohnt über das Mitgliederportal eingereicht werden. Dieser wird zunächst unverändert bleiben und sich übergangsweise an der Richtlinie aus 2010 orientieren.
Noch dieses Jahr wird sich eine Arbeitsgruppe mit der Anpassung und Überarbeitung des Qualitätsberichts befassen. Die aktualisierte Version wird ab dem Berichtsjahr 2018 gültig werden.

Wir werden Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.

Die in Hessen aktiven Qualitätsbeauftragten Ärztinnen und Ärzte Hämotherapie werden in Kürze detaillierte Informationen über einen Newsletter erhalten.

Patientensicherheit: EU ruft neues web-basiertes Frühwarnsystem für Blut- und Blutbestandteile ins Leben

Aufgrund des hohen Blutvolumens, das jedes Jahr innerhalb der EU gespendet und übertragen wird, ist die grenzüberschreitende Überwachung von Blut und seinen Komponenten von großer Bedeutung.

Um die Sicherheit von Patienten, die sich einer medizinischen Behandlung mit Blut- und Blutprodukten unterzieghen müssen, zu verbessern, hat die Europäische Kommission am 06.02.2014 eine neue Plattform eingeführt.

Die nationalen Gesundheitsbehörden sollen von nun an die Möglichkeit haben, anhand des neuen web-basierten Frühwarnsystems "Rapid Alert system for Blood and Blood Components (RAB)" Informationen auszutasuchen, um grenzüberschreitende Zwischenfälle verhindern bzw. begrenzen zu können.

Das RAB soll parallel zu bereits bestehenden nationalen Systemen genutzt werden, die in den Mitgliedsstaaten für die Überwachung von Blutspenden und die dortige Erfassung und Verwaltung eingesetzt werden. Neben der Meldung von Qualitäts- und Sicherheitsmängeln kann das System auch genutzt werden, um mögliche Mängel bei Medizinprodukten zur Behandlung mit Blut und Blutbestandteilen anzuzeigen sowie der Verfolgung epidemiologischer Entwicklungen (wie bspw. Krankheitsausbrüche) dienen, die eine grenzüberschreitende Relevanz für Spenden haben könnten.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://ec.europa.eu/health/sites/health/files/blood_tissues_organs/docs/2015_sare_blood_summary_en.pdf (Seite in englischer Sprache)

Quelle: EU Health and Food Safety

Meldungen von schwerwiegenden Transfusionszwischenfällen an das PEI nun auch online möglich!

Seit April 2009 ist es möglich, über das System humanweb.pei.de  Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen und Impfkomplikationen per Internet direkt an das Paul-Ehrlich-Institut zu melden. Nun steht diese elektronische Möglichkeit auch Meldungen zu schwerwiegenden Transfusionszwischenfällen nach Gabe von Arzneimitteln aus Blut zur Verfügung, die direkt an die Hämovigilanz-Datenbank geleitet und von Mitarbeitern des PEI bearbeitet werden. Laut dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts, Prof. Klaus Cichutek, wurden in den letzten drei Jahren sehr gute Erfahrungen mit diesem System gemacht und man sei zuversichtlich, die Meldebereitschaft auch in der Hämovigilanz steigern und somit einen Beitrag zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit leisten zu können.

Der Link ist zu finden unter www.pei.de in der Rubrik "Meldepflichtige" in der rechten Spalte unter "Meldedatenbanken"  oder direkt unter der Adresse: https://humanweb.pei.de. Weiterhin können die Meldeformulare aber auch per Post oder als pdf-Datei per Email verschickt werden.

Des Weiteren stellt das PEI auf seiner Homepage den aktuellsten Bericht über die gemeldeten Transfusionsreaktionen und Zwischenfälle zur Verfügung. (www.pei.de/haemovigilanzbericht.de)

Quelle: Bulletin zur Arzneimittelsicherheit, Ausgabe 1, März 2012

Zweite Richtlinienanpassung 2010

Die Richtlinienänderung wurde im Bundesanzeiger am 09.07.2010 bekannt gemacht und trat am Folgetag in Kraft (BAnz. Nr. 101a, Jahrgang 62). Eine Neuauflage der Richtlinien im Deutschen Ärzteverlag (ISBN-Nr. 978-3-7691-1294-8) ist in Vorbereitung. Maßgeblich ist der im Bundesanzeiger veröffentlichte Wortlaut der Richtlinien. 

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