Der Tag startet mit einem Jingle: Auf der Fahrt in die Landesärztekammer leitet die Erkennungsmelodie eines hessischen Radiosenders zu aktuellen Nachrichten und Hintergründen zum Zeitgeschehen über. Sie schaffen eine erste Informationsgrundlage für das Tagesgeschäft der Stabsstelle Medien und werden nach der Ankunft im Büro durch eine themenspezifische Presseschau ergänzt. Bei der Auswertung von Print- und Online-Medien liegt der Fokus auf dem Gesundheitswesen. Welche Themen betreffen die Ärzteschaft und die hessische Gesundheitspolitik, wo wird die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) erwähnt? Um informiert und auf Presseanfragen vorbereitet zu sein, aber auch um aktuelle Themen aktiv mit Statements der Ärztekammer aufgreifen zu können, ist die tägliche Medienschau unerlässlich.

Transparenz und Offenheit

Erste Presseanrufe kommen herein. Die Redakteurin eines Radiosenders will ein Interview mit dem Präsidenten führen. Anfragen verschiedener Zeitungen und eines Fernsehsenders folgen. Während ein Journalist Auskünfte am Telefon wünscht, fragen zwei weitere nach schriftlichen Statements und Zitaten. Per Mail trifft ein Fragenkatalog rund um Corona ein. Für ein Mittagsmagazin wird eine Expertin oder ein Experte für Atemwegserkrankungen gesucht. Einige Anfragen können umgehend beantwortet werden, andere machen Recherchen oder Rücksprachen mit anderen Abteilungen notwendig. Außerdem steht der Entwurf einer Pressemitteilung an.

Zwei Zielgruppen im Fokus

Presseanfragen und Meldungen werden engmaschig mit dem Präsidenten der Landesärztekammer Dr. med. Edgar Pinkowski und dem für die Stabsstelle Medien zuständigen Präsidiumsmitglied Dr. med. Peter Zürner abgestimmt. Der regelmäßige Dialog mit beiden ist wesentlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landesärztekammer, die für Transparenz und Offenheit steht und sich an zwei Zielgruppen richtet: Die hessischen Ärztinnen und Ärzte und die Medien, über die wir eine breite Öffentlichkeit erreichen können.

Netzwerken – der aktive Austausch mit anderen – bezieht sich sowohl auf den hausinternen Informationsaustausch mit Geschäftsführung und Abteilungsleitern und Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten aus Praxis und Krankenhaus als auch auf die regelmäßige Kommunikation mit Journalistinnen und Journalisten. Während wir die Mitglieder der LÄKH über die Website, das Hessische Ärzteblatt, den Newsletter und auch die Sozialen Netzwerke erreichen, stehen bei der Ansprache der Medien das persönliche Gespräch, derzeit pandemiebedingt vornehmlich über das Telefon, sowie die Kommunikation per Mail im Mittelpunkt.

Instrumente der Pressearbeit

Pressemitteilungen dienen dazu, Positionen der Landesärztekammer in die Öffentlichkeit zu tragen. Sie werden über verschiedene Wege transportiert: per Mail, über Social Media – die LÄKH ist bei Twitter und Facebook mit eigenen Seiten vertreten – sowie über den Newsletter der Landesärztekammer. Alle Mitteilungen – ob Presse- oder Aktuelles-Meldungen – stellen wir zusätzlich auf unserer Website www.laekh.de ein. Da die Digitalisierung auch im Medienbereich in rasender Geschwindigkeit an Bedeutung gewinnt, orientieren wir das Instrumentarium unserer Medienarbeit daran und entwickeln es kontinuierlich fort. U. a. haben wir vor einiger Zeit mit der Produktion von Videoclips mit dem Präsidenten begonnen, die wir auf der Website einstellen.

Besprechung im Team

Weiter im Tagesablauf: Wenn keine aktuellen Termine dazwischenkommen, setzt sich das Team der Stabsstelle um 11 Uhr zur täglichen Besprechung zusammen; in Zeiten von Corona schalten sich mobil arbeitende Kolleginnen von zu Hause aus per Zoom dazu. Das Team zählt sechs Köpfe: Stabsstellenleiterin Katja Möhrle, die beiden Referentinnen Maren Grikscheit und Alla Soumm, Online-Redakteurin Katja Kölsch, Isolde Asbeck, Heft-Koordinatorin des Hessischen Ärzteblatts, und Beate Völker, zuständig für Sekretariat und Sachbearbeitung. Neben Erfahrungsaustausch und Brain- storming für künftige Aktionen und Projekte werden in der Besprechung Aufgaben verteilt und Fragen geklärt.

Von Prävention bis deutsch- italienischer Partnerschaft

Am frühen Nachmittag steht zunächst ein Telefoninterview mit dem Präsidenten auf dem Programm. Später wird die Anfrage einer Schule erörtert: Wie lässt sich eine Alkoholpräventionsaktion im Rahmen des LÄKH-Projekts „Hackedicht – Besser geht’s dir ohne!“ sinnvoll unter Pandemiebedingungen durchführen? 2007 hat die Stabsstelle das Projekt ins Leben gerufen, das nach wie vor auf reges Interesse hessischer Schulen stößt. Das ebenfalls von der Stabsstelle konzipierte und organisierte Diabetes-Präventionsprojekt „Fit und gesund älter werden“ pausiert während der Pandemie, um in hoffentlich absehbarer Zeit reaktiviert zu werden.

Auch die Partnerschaft mit der befreundeten Ärztekammer in Salerno, Italien, wird von der Stabsstelle mitbetreut. Solange persönliche Begegnungen Corona-bedingt nicht möglich sind, erfolgt der Austausch zur jeweiligen Situation vor Ort telefonisch oder per Mail.

Das Hessische Ärzteblatt für Sie, unsere Leserinnen und Leser

Damit das Hessische Ärzteblatt, kurz HÄBL, pünktlich einmal im Monat in Ihrem Briefkasten ankommt, wird jedes Heft von uns sowohl inhaltlich – in enger Abstimmung mit dem verantwortlichen Redakteur Dr. Zürner, seinem Stellvertreter Dr. med. H. Christian Piper sowie den Mitgliedern der Redaktionskonferenz – als auch technisch geplant und umgesetzt.

Beiträge externer Autorinnen und Autoren werden akquiriert und geprüft, Interviews geführt, Veranstaltungen besucht (in Corona-Zeiten natürlich nur digital), eigene Artikel geschrieben, Fotos gemacht und Texte redigiert.

Alle Beiträge, Fotos, Grafiken etc. werden von uns in ein Redaktionssystem eingelesen, bevor die Inhalte in das Ihnen bekannte Layout gesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der Grafik-Abteilung des Deutschen Ärzteverlags überlegen wir, wie sich die Inhalte auch optisch gut darstellen lassen, suchen nach geeigneten Illustrationen und Bildern oder nehmen auch selbst die Kamera in die Hand.

Neben der Print-Ausgabe haben wir seit dem Relaunch unserer Website im vergangenen Jahr auch den Online-Auftritt des HÄBL stark überarbeitet und attraktiver gestaltet. Damit die Texte einzeln als HTML-Version oder im PDF-Format gelesen werden können, sind umfangreiche Vorarbeiten im Redaktionssystem notwendig. Die Arbeiten am HÄBL sind zeitlich eng getaktet. Sobald ein Heft sowohl in der Print- als auch in der Online-Version komplett fertig ist, geht es direkt weiter mit der nächsten Ausgabe. Im Sommer gönnen wir uns eine kurze Verschnaufpause mit der Doppelausgabe Juli/August.

Neu dabei: Der Newsletter

Der Newsletter ist einer unserer jüngsten Kanäle, mit denen wir mit unseren Mitgliedern und allen Interessierten kommunizieren. Bislang erscheint er einmal monatlich und informiert über aktuelle Themen aus verschiedenen Bereichen der Kammer. Einmal angemeldet, müssen Sie nicht mehr selbst aktiv werden, um auf dem Laufenden zu sein. Als Abonnentin und Abonnent des Newsletters haben Sie den Vorteil, automatisch über alle wichtigen und aktuellen Mitteilungen oder Änderungen informiert zu werden, und zwar direkt über Ihr E-Mail-Postfach. Hierfür werden die Inhalte technisch wie redaktionell von der Stabsstelle Medien entsprechend aufbereitet.

Website, Social Media & Co.

 

Die Website ist das digitale Aushängeschild der Kammer, das von der Stabsstelle Medien technisch und inhaltlich betreut und gepflegt wird. Wir überprüfen regelmäßig, wie die Inhalte am besten platziert werden können, um die Informationen für Sie so übersichtlich wie möglich zu gestalten. Damit die Website in allen Bereichen auf dem aktuellen Stand bleibt, stehen wir im engen Austausch mit den Fachabteilungen der Kammer und sorgen für die technische und inhaltliche Umsetzung neuer Inhalte. Mit Facebook und Twitter kommunizieren wir außerdem auch in den Sozialen Medien mit unseren Mitgliedern und allen Interessierten. Neben eigenen Postings und Tweets erreichen uns auf diesem Weg Anfragen, die wir – sofern erforderlich – mit den entsprechenden Fachabteilungen klären und beantworten.

Neben der Betreuung und Gestaltung unserer digitalen Medienkanäle spielt nach wie vor auch die analoge Kommunikation eine Rolle: von Visitenkarten, Flyern, Broschüren bis hin zu Plakaten – alle Druckerzeugnisse werden von uns inhaltlich sowie technisch gestaltet und dem LÄKH-spezifischen Corporate Design angepasst.

In der Stabsstelle Medien ist kein Tag vorhersehbar. Aktuelle Ereignisse erfordern schnelles und flexibles Handeln. Dafür muss das Alltagsgeschäft auch mal liegen bleiben. Doch genau das macht unsere Arbeit aus – eine Herausforderung, der wir uns gerne immer wieder aufs Neue stellen!

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