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92 Medizinische Fachangestellte aus Ausbildungsverhältnissen verabschiedet

Pressemitteilung

Bad Nauheim: Im Rahmen der Absolventenfeier fand am Mittwoch, den 31. August 2022, im Frankfurter Saal des Bildungszentrums der Landesärztekammer Hessen eine feierliche Zeugnisübergabe statt. Die Landesärztekammer Hessen, Bezirksärztekammer Gießen verabschiedete 92 Absolventinnen aus ihren Ausbildungsverhältnissen.

Dr. med. Hans-Martin Hübner, Vorsitzender der Bezirksärztekammer Gießen, führte durch das Programm und begrüßte im Namen des Vorstandes der Landesärztekammer Hessen und der Bezirksärztekammer Gießen die anwesenden Absolventinnen, die Vertreter/-innen der Berufsschulen und der MFA-Prüfungsausschüsse. Er gratulierte den Prüflingen zum erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung. Aus der Notenstatistik der Bezirksärztekammer Gießen geht hervor, dass von 115 Absolventinnen 92 bestanden haben.

Es ist in Gießen eine besondere Leistung hervorzuheben: Frau Daphne Diana Victoria Förster, die die Willy-Brandt-Schule Gießen, Nebenstelle Biebertal besuchte und ihre MFA-Berufsausbildung in der Praxis Dr. med. Ulrich Faber in Gießen absolvierte, hat ihre MFA-Abschlussprüfung (im Kammerbezirk Gießen als Einzige!) im schriftlichen und praktischen Teil mit der Note 1 bestanden. Sie wurde mit einem Glückwunschschreiben vom Präsidenten der Landesärztekammer Hessen, Dr. med. Edgar Pinkowski, einem Gutschein und einem Blumenstrauß geehrt.

Weitere 4 Absolventinnen der Willy-Brandt-Schule Gießen, weitere 3 Absolventinnen der Käthe-Kollwitz-Schule Wetzlar und weitere 2 Absolventinnen der Beruflichen Schule am Gradierwerk in Bad Nauheim haben den Praktischen Teil mit der Note „sehr gut“ erzielt und wurden mit jeweils einem Blumenstrauß geehrt.

In seiner Festansprache ging Dr. Hübner auf die besondere Lage auf Grund von Corona ein, die es so bisher nie gab. Es sei ein Ausnahmezustand und eine völlig andere Arbeitsbelastung gewesen. Die Alltagsroutine habe sich verändert. Der normale Sprechstundenablauf konnte nicht mehr stattfinden. Man habe durch direkten Patientenkontakt trotz hohem Infektionsrisiko unter hohem Druck gestanden. 80 % der Corona-Patienten seien zuerst in die Praxis gekommen, es habe  schwere Erkrankungen  gegeben. Die letzten 1 ½ Jahre seien eine ganz besondere Leistung gewesen.

All dies sei eine neue Erfahrung in diesem Beruf, der sehr viel Verantwortung und soziale Kompetenz, auch im Umgang mit den Patienten erfordere. Dass damit ein weiterer Lernprozess notwendig sei, schilderte Dr. Hübner auch anhand von Beispielen. Empathie und Zuwendungsbereitschaft wurden als Eigenschaften beschrieben, die im Praxisalltag ständig trainiert werden müssten. Die ersten Jahre seien sehr wichtig, um das alles umzusetzen.

Die Ansprachen für die Berufsschulen hielten Studiendirektorin Dr. Dr. Doris Mück, Abteilungsleiterin der Käthe-Kollwitz-Schule Wetzlar, sowie für den Verband Medizinischer Fachberufe e. V. Jutta Hartmann. Sie wünschten den Medizinischen Fachangestellten viel Erfolg, hoben die hohe Verantwortung und die Gewissenhaftigkeit hervor, die für den MFA-Beruf notwendig sind.

Musikalisch eingerahmt wurde die Feier durch das Vokalensemble Vocalicious der Musikschule Bad Nauheim.

Insgesamt blieb die Zahl der Auszubildenden in den letzten Jahren auf einem konstant hohen Niveau, damit zeigt sich eine weiter hohe Beliebtheit dieses Ausbildungsberufes.
98 % der Befragten werden den erlernten Beruf weiter ausüben, davon 51 % in ihrer Ausbildungspraxis und 17 % in einer anderen Praxis in Vollzeit und 4 % in Teilzeit übernommen, 2 suchen einen Arbeitsplatz. Eine weitere Absolventin macht eine weitere Ausbildung und eine absolviert ein Studium.

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