Hessische Ärzteschaft betont Bedeutung von Demokratie und Pluralismus für das Gesundheitswesen
Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen nimmt die zurückliegenden Kommunalwahlen und das sogenannte Superwahljahr 2026 zum Anlass, nochmals ihre im März 2024 beschlossene Resolution "Demokratie und Pluralismus als Fundament für ein menschliches Gesundheitswesen" zu bekräftigen.
Die Delegiertenversammlung möchte damit die zentrale Bedeutung demokratischer Grundwerte und pluralistischer Prinzipien für das Gesundheitswesen betonen. In der Resolution heißt es: "Demokratie und Pluralismus sind Grundvoraussetzungen für ein Leben in Frieden und Freiheit. Sie sind elementar für das Wohlergehen unseres Landes und Fundament für das Zusammenleben und Zusammenwirken in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Auf dieser Basis steht auch und gerade das Gesundheitswesen in Deutschland. Hier zählen Toleranz, Mitmenschlichkeit und Vielfalt, denn Medizin kennt keine Grenzen.
Die Beschäftigten in unserem Gesundheitswesen kommen aus allen Teilen der Welt. Patientinnen und Patienten werden gemäß unserem beruflichen Ethos unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, sozialem Status oder sexueller Orientierung medizinisch versorgt. Es ist unser aller Aufgabe, unsere freiheitliche Grundordnung gegen demokratiefeindliche Kräfte zu verteidigen, uns jeglichen radikalen, ausgrenzenden Tendenzen entgegenzustellen und für die Achtung der Menschenwürde einzustehen. Diesem Ansinnen fühlen sich die hessischen Ärztinnen und Ärzte in besonderer Weise verpflichtet."