Hinter dem Frankfurter Zoo an der Waldschmidtstr. 19 gelegen, ist die Naxos-Halle ein imposantes „Überbleibsel“ der Industrialisierung und gleichzeitig ein Mahnmal, weil dahinter auch eine Enteignungsgeschichte einer jüdischen Familie steht. Die Geschichte der ehemaligen Werkhalle der NAXOS-Union, erbaut 1906/1907 als Produktionsstätte für Schleifmittel, kann dort selbst nachgelesen werden. Ein Graffiti in einem nahe gelegenen Hofeingang zum Areal stellt die Porträts der Unternehmerfamilie Julius Pfungst dar.
Heute beherbergt die denkmalgeschützte Halle eine Kulturstätte für Theater, Film und Tanz. Das Theater Willy Praml bietet dort seit 1991 ein buntes Programm, im Frühjahr feierte dort Oscar Wildes Stück „Bunbury“ Premiere. Bei einem Besuch kann die eindrucksvolle „Industriekathedrale“ zeigen, was als Bühne und barrierefreier Zuschauerraum alles an Inszenierung möglich ist.
Internet: www.theaterwillypraml.de
Isolde Asbeck

