Diabetes wirksam vorbeugen

 

Mit ihrem Diabetes-Präventionsprojekt "Fit und gesund älter werden" will die Landesärztekammer Hessen aufklären und bewegen

Ein Streuselstückchen als Zwischenmahlzeit hier, einen Schokoriegel dort und abends Chips vor dem Fernsehen: Zu fett, zu süß, zu reichlich - wer sich so ernährt und wenig bewegt, nimmt zwangsläufig zu. Mit schwerwiegenden Folgen, denn Übergewicht und mangelnde Bewegung können schon in jungen Jahren, vor allem aber mit zunehmendem Alter zu Typ 2-Diabetes führen. Laut aktuellem Gesundheitsbericht Hessen steht Diabetes mit insgesamt 451.446 Fällen (Stand 2011) an zweiter Stellte der häufigsten Erkrankungen in Hessen. Die Häufigkeit steigt ab dem Alter von 45 Jahren deutlich an.

"Da Typ 2-Diabetes zu den chronischen Erkrankungen zählt, die durch Vorsorge oft verzögert, gelindert oder in vielen Fällen sogar verhindert werden können, ist Prävention unverzichtbar", erklärt der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dem Kampf gegen Diabetes gewidmet hat. "Die gute Nachricht ist: Freude an Bewegung und eine ausgewogene, leichte Ernährung können vor dem Entstehen von Typ 2-Diabetes schützen und nebenbei auch das eigene Wohlbefinden erhöhen", so von Knoblauch zu Hatzbach weiter. Die Landesärztekammer Hessen hat daher 2012 das Diabetes-Präventionsprojekt "Fit und gesund älter werden" unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ins Leben gerufen.

In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Kliniken, dem Landessportbund Hessen, der HAGE und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung - Sektion Hessen, der Hessischen Fachvereinigung für Diabetes (HFD) dem Deutschen Diabetikerbund und regionalen Partnern wendet sich die Ärztekammer hessenweit an Menschen ab dem mittleren Lebensalter, um ihnen mit Fragebogenaktionen und Beratung in Praxen und Krankenhäusern sowie Präventionstagen Möglichkeiten aufzuzeigen, das eigene Diabetes-Risiko durch geeignete Bewegung und gesunde Ernährung zu verringern. Ergänzt wird das Angebot durch Information und Beratung für Unternehmen. "Das halten wir für besonders wichtig, um Menschen direkt an ihrem Arbeitsplatz über Gesundheitsförderung aufklären zu können", unterstreicht von Knoblauch zu Hatzbach. "Das Projekt dient auch dazu, Aktivitäten vor Ort anzustoßen, zu unterstützen und zu vernetzen."

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