"Blockade der GOÄ-Novelle ist Angriff auf den freien Arztberuf"

 

Hessischer Ärztekammerpräsident weist SPD-Vorstoß scharf zurück

Als unverhohlenen Angriff auf den freien Arztberuf weist Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen, die Ankündigung der SPD-Bundestagsfraktion zurück, die geplante Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu blockieren. "Die Aufforderung an den Bundesgesundheitsminister und die Bundesländer, die GOÄ-Novelle zu verhindern, ist der Einstieg in eine staatlich reglementierte ärztliche Versorgung. Dadurch wird dem freien Beruf die letzte Freiheit genommen", kritisiert von Knoblauch zu Hatzbach scharf. " Hinter dem populistischen Ziel einer Einheitsversicherung für alle stünden in Wirklichkeit handfeste Eigeninteressen.

"Als Partei in Regierungsverantwortung möchte die SPD die staatliche Beihilfe als Teil der Gesundheitsversorgung von Beamten einsparen", macht von Knoblauch zu Hatzbach deutlich. "Dabei ist die Situation schon heute grotesk: Ärztinnen und Ärzte rechnen noch immer auf der Grundlage einer 30 Jahre alten und überholten GOÄ ab. Wenn die geplante Novelle der GOÄ durch den Vorstoß der SPD gekippt würde, käme dies einer erzwungenen Einkommenskürzung der Ärzte sowie der Not leidenden Krankenhäuser durch den Staat gleich."