Ehemaliger Vorsitzender der Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung Prof. Dr. med. Felix Anschütz verstorben

 

"Er war ein leuchtendes ärztliches Vorbild."

Die Landesärztekammer Hessen trauert um Prof. Dr. med. Felix Anschütz, ehemaliger Vorsitzender der Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung und Chefarzt des Klinikums Darmstadt, der am 24. März 2014 im Alter von 93 Jahren gestorben ist.

"Professor Anschütz lagen besonders erfolgreiche Lehrstrategien und Didaktik am Herzen. Er verstand es hervorragend, Inhalte zu vermitteln und Studenten wie auch Kollegen zu begeistern", würdigt Ärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach den Verstorbenen: "Er war ein leuchtendes ärztliches Vorbild."

1920 in Kiel geboren, besuchte Anschütz dort die Schule und legte 1939 das Abitur ab. Das Studium der Medizin erfolgte anschließend in den Städten Kiel, Hamburg, Berlin und Heidelberg. 1947 wurde Anschütz promoviert und ein Jahr später erhielt er seine Approbation. Es folgte die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin.

Nach seiner Tätigkeit als Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin der Städtischen Kliniken Darmstadt von 1964 - 1986 und als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin 1985/1986, wählte die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen Prof. Anschütz 1989 zum Vorsitzenden der Akademie. Dieses Amt hatte er bis 1997 inne. In dieser Zeit führte er insbesondere die von Dr. med. Hermann Kerger begonnene didaktische Begleitung einzelner Veranstaltungen weiter. Auch ist es ihm zu verdanken, dass die medizinische Ethik in Veranstaltungen zur Diskussion gestellt wurde.
Anlässlich seines 90. Geburtstages veranstaltete die Akademie am 29. Mai 2010 in Bad Nauheim das Symposium "Ärztliches Handeln – Notwendige Ergänzungen zum naturwissenschaftlichen Knowhow".

Für sein jahrelanges außerordentliches Engagement wurde Prof. Anschütz 1988 mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundesärztekammer und 1997 mit der Ehrenplakette in Gold der Landesärztekammer Hessen ausgezeichnet. 2000 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.