Prof. Dr. med. Horst Kuni mit Ehrenplakette der Landesärztekammer Hessen in Silber ausgezeichnet

 

Delegiertenversammlung ehrt Marburger Arzt für Nuklearmedizin und langjähriges Mitglied des Ärzteparlaments

44 Jahre lang gehörte Prof. Dr. med. Horst Kuni der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen an. Heute ehrte die hessische Ärzteschaft den Marburger Arzt für Nuklearmedizin und Mitglied des Marburger Bundes für sein jahrzehntelanges Engagement und seine besonderen Verdienste um die hessische Ärzteschaft mit der Ehrenplakette der Landesärztekammer in Silber. In der Laudatio hob Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach in erster Linie Kunis Einsatz für die Gesellschaft für Strahlenschutz und die Strahlenkommission des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland hervor. "Aus diesen Gründen, besonders aber wegen Ihres beispielhaften ehrenamtlichen Wirkens und ärztlichen Vorbildes, ist es mir eine Freude und Ehre zugleich, Ihnen die Ehrenplakette der Landesärztekammer Hessen überreichen zu dürfen", erklärte von Knoblauch zu Hatzbach. "Sie haben immer sehr entschieden Ihre Meinung vertreten, aber auch immer konstruktive Ergebnisse gesucht", fügte der Ärztekammerpräsident hinzu.

Prof. Dr. med. Horst Kuni wurde am 12.09.1938 in Wertheim geboren und studierte in Heidelberg und Marburg Medizin. Bereits vor seinem ersten Staatsexamen, das er 1963 in Marburg ablegte, war er von der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg für seine Leistungen ausgezeichnet worden. Seine Medizinalassistentenzeit absolvierte Kuni in Karlsruhe, Wertheim, Marburg und Tübingen. 1963 wurde er promoviert und nahm1965 seine Tätigkeit an der Universität Marburg auf. Ein Jahr später erhielt er die ersten Lehraufträge und habilitierte sich im Fach Nuklearmedizin zu demThema: "Experimentelle und klinische Nuklearmedizin".

1972 berief ihn das Land Hessen zum Professor durch das Land Hessen und die Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit; 1978 erlangte Kuni die Facharztanerkennung im Fach Nuklearmedizin und war von 1978 bis 2003 als Oberarzt in der Abteilung für klinische Nuklearmedizin des Medizinischen Zentrums für Radiologie der Philipps-Universität Marburg tätig. Ebenfalls von 1978 bis 2003 leitete er die Schule für Medizinalassistenten des Klinikums der Universität Marburg.

Von 1973 bis 1976 war Kuni Prodekan für Lehr- und Studienangelegenheiten. Er arbeitete an der Reform des Medizinstudiums mit und setzte sich kritisch mit dem "(Un)Wesen" der schriftlichen staatlichen Prüfungen für Mediziner auseinander.

Neben methodischen Entwicklungen in der Nuklearmedizin lag ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf dem Gebiet des Strahlenschutzes. Von 1984 und 1985 arbeitete er an einem BMFT-Forschungsprojekt unter Leitung des DGB "Arbeitsbedingungen in nuklearen Wiederaufarbeitungsanlagen" mit.

Professor Kuni war und ist Mitglied in einer Vielzahl von internationalen und nationalen Fachgesellschaften. Seit 1968 setzt er sich in der Ärztevereinigung Marburger Bund engagiert für die Belange der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte ein. Zunächst als 2. Vorsitzender des Landesverbandes Hessen und nach Gründung des Marburger Bundes Hessen engagiert sich Kuni seit 1971 als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes.

Von 1978 bis 2008 und vom 28.11.2009 bis heute hat Kuni die Position des stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksärztekammer Marburg inne. Er gehörte der Delegierversammlung der Landesärztekammer Hessen von 1968 bis 2013 an und war von 1972 bis 1976 Mitglied im Präsidium der Landesärztekammer Hessen. Seit 1978 nahm Kuni als Delegierter an den Deutschen Ärztetagen teil.

 

Prof. Dr. med. Horst Kuni

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