Gemeinsam neue Lösungen für die medizinische Versorgung entwickeln

 

Förderprogramm zum Auf- und Ausbau regionaler Gesundheitsnetze

Eine ausreichende und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in strukturschwachen Regionen und auf dem Land zu sichern, wird immer schwieriger. Um hier wirksam gegensteuern zu können, ist es notwendig, dass alle an der medizinischen Versorgung Beteiligten gemeinsam neue Lösungen entwickeln und umsetzen. Wichtig sei dabei, so Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen, dass ärztliche Kompetenz und Erfahrung von Anfang an eingebunden würden. "Wir Ärztinnen und Ärzte kennen die Bedürfnisse der Patienten, deren Nöte und Sorgen, auch im Hinblick auf die sich abzeichnenden Versorgungsengpässe", erklärte von Knoblauch zu Hatzbach. "Viele Kolleginnen und Kollegen sind bereits in Netzen und Verbünden engagiert und wichtige Partner vor Ort".

Im Rahmen des Hessischen Gesundheitspaktes legt das Hessische Sozialministerium ein neues Förderprogramm zum Auf- und Ausbau regionaler Gesundheitsnetze auf. Die Hessische Landesregierung investiert insgesamt eine Million Euro, die zur Förderung des Auf- und Ausbaus regionaler Gesundheitsnetze in einem Zeitraum von zwei Jahren landesweit auf sechs Regionen mit jeweils 150.000 Euro verteilt werden soll. Ziel dieses Förderprogramms ist die Erarbeitung und Umsetzung regions- und fachspezifischer Ansätze im Dialog mit den Akteuren vor Ort.

Außerdem wurde im Sozialministerium eine Servicestelle "Regionale Gesundheitsnetze" eingerichtet. Durch Beratung und Information unterstützt sie Interessierte und Beteiligte, um in der Region neue Kooperationsformen aufzubauen und zu testen. Die Servicestelle ist unter gesundheitsnetze@hsm.hessen.de erreichbar.

Der Entwurf der vom Land Hessen erarbeiteten Förderrichtlinie ist auf der Homepage der Landesärztekammer eingestellt und kann hier heruntergeladen werden. Nach Information des Hessischen Sozialministeriums wird der Richtlinienentwurf nur noch marginal redaktionell überarbeitet. Die Bewerbungsfrist wird voraussichtlich bis zum 31. August 2013 verlängert.

Ärztekammerpräsident von Knoblauch zu Hatzbach ermuntert alle Netze, Verbünde, Praxen und andere Interessierte dazu, sich mit einem Projekt zu bewerben. "Wir wollen Modelle entwickeln, die dazu beitragen, auch langfristig die erforderliche gesundheitliche Versorgung in Hessen zu sichern."

 

 

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