Prof. Dr. med. Ernst-Gerhard Loch mit der Ehrenplakette in Silber der Landesärztekammer Hessen ausgezeichnet

 

Langjähriger Vorsitzender der Akademie für Ärztliche Fortbildung und Weiterbildung in den Ruhestand verabschiedet

Nach dreiundzwanzig Jahren hatte Prof. Dr. med. Ernst-Gerhard Loch, ehemaliger Vorsitzender der Akademie für Ärztliche Fortbildung und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen in Bad Nauheim, sein Ehrenamt Ende 2011 niedergelegt. Am 16. März 2012 wurde er im Rahmen einer Feierstunde im Blauen Saal der Akademie verabschiedet und für seine besonderen Verdienste in der ärztlichen Fort- und Weiterbildung mit der Ehrenplakette in Silber der Landesärztekammer Hessen ausgezeichnet. Den Festvortrag mit dem Titel "Es ist nicht damit getan, ein Ziel zu definieren - Hilfe für Mütter in den Ländern der Subsahara" hielt Prof. Dr. med. Wolfgang Künzel, em. Ordinarius der Universitäts-Frauenklinik Gießen.

Als hochverdienten Arzt und engagierten Lehrer würdigte Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen, den langjährigen Vorsitzenden der Akademie in seiner Laudatio. Prof. Loch, der von 1995 bis 2007 auch dem Deutschen Senat für Ärztliche Fortbildung der Bundesärztekammer angehörte, habe immer ein besonderes Augenmerk auf die qualitätsgesicherte interdisziplinäre Fortbildung gelegt, unterstrich von Knoblauch zu Hatzbach. "Wir verabschieden Sie heute nur aus Ihren Verpflichtungen; Sie sind nach wie vor gern gesehener Gast!" In seinen Schlussworten bedankte sich Prof. Loch für die Ehrung, um dann den Stab offiziell an seinen designierten Nachfolger, Prof. Dr. med. Klaus Reinhard Genth, zu übergeben.

 

Lebenslauf:

Am 08. April 1934 in Breslau geboren, besuchte Ernst-Gerhard Loch in Schlesien die Schule, legte 1956 in Mühlheim/Ruhr das Abitur ab und studierte in Innsbruck, Wien und Kiel Medizin. Nach dem Staatsexamen am 13. Dezember 1961 in Kiel wurde er 1962 promoviert und 1964 approbiert. 1968 erhielt er die Anerkennung als Facharzt für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe. 1970 habilitierte sich Loch an der Ruhruniversität Bochum zum Thema: "Die Ultraschalltomographie in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde - Experimentelle Ergebnisse und klinische Auswertung". 1971 nahm er seine Tätigkeit an der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden (DKD) auf. 1975 erfolgte die Umhabilitation nach Mainz und 1979 die Ernennung zum außerordentlichen Professor.

Als Mitglied der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen gestaltete Prof. Loch von Dezember 1989 bis September 1992 und von 1996 bis 2004 aktiv die Politik der Landesärztekammer Hessen mit. Seit Juli 1993 ist er Mitglied im gemeinsamen Ausschuss "Qualitätssicherung" der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und der Landesärztekammer Hessen und seit Juni 1995 Mitglied im Lenkungsausschuss "Qualitätssicherung" der GQH, der sich intensiv um die Maßnahmen externer Qualitätssicherung in der stationären Versorgung bemüht.

Seit Juli 1989 wirkte Prof. Loch aktiv als Mitglied des Vorstandes in der Akademie für Ärztliche Fortbildung und Weiterbildung in Bad Nauheim mit, vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 2011 als Vorsitzender der Akademie. Ab 1993 leitete er die Seminare zur Schwangerschaftskonfliktberatung (§ 218 StGB) der Akademie. Bei vielen Veranstaltungen in der Akademie für Ärztliche Fortbildung und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen war er Referent und Kongressleiter.

Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten zählten die experimentelle und klinische Forschung in der Ultraschalldiagnostik und die Klärung interdisziplinärer Fragen bei der Anwendung von Sexualsteroiden. Prof. Dr. med. Ernst-Gerhard Loch ist Autor zahlreicher Fachbücher im Bereich der Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Mitglied in einigen wissenschaftlichen Redaktionen, u.a. "Ultraschall in der Medizin", Thieme-Verlag; "TW Gynäkologie", G. Braun-Verlag; "Gyne", Huf-Verlag. Außerdem gehörte Professor Loch der Redaktion des Hessischen Ärzteblattes an und war für die Mitteilungen der Akademie verantwortlich.

Für Verdienste um die ärztliche Fortbildung erhielt er 1989 die Medicaplakette, 1991 und 1992 war er Präsident der MEDICA, danach jahrelang Vizepräsident der MEDICA-Gesellschaft. 1999 verlieh ihm die Bundesärztekammer für seine Verdienste um die ärztliche Fort- und Weiterbildung 1999 die Ernst von Bergmann-Plakette.