Steigende Ausbildungszahlen in hessischen Arztpraxen

Ärztinnen und Ärzte in Hessen bilden wieder mehr Fachkräfte aus.

So sind die Ausbildungszahlen der Medizinischen Fachangestellten in hessischen Arztpraxen in den ersten sechs Monaten des Jahres mit 462 abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen zum 30. Juni 2011 gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (422 Verträge, Stand 30.06.2010) gestiegen. Von einer erfreulichen Halbjahresbilanz sprach Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen, heute in Frankfurt. Nach einem leichten Rückgang der Ausbildungszahlen im Jahr 2010 zeige die positive Entwicklung der vergangenen Monate, dass die Ausbildungsbereitschaft niedergelassener Ärztinnen und Ärzte trotz schwieriger beruflicher Rahmenbedingungen wachse.

"Ausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunft junger Menschen und sichert zugleich die ambulante und stationäre medizinische Versorgung der Bevölkerung", unterstrich von Knoblauch zu Hatzbach. "Es ist höchste Zeit: Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels müssen Ärztinnen und Ärzte jetzt Auszubildende für den Beruf der Medizinischen Fachangestellten einstellen, um damit auch im eigenen Interesse für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen."

Die Landesärztekammer, die als Mitglied des Verbandes der Freien Berufe am Hessischen Pakt für Ausbildung und am Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs beteiligt ist, unterstützt ausbildungswillige Praxen mit einem umfangreichen Service:Die Abteilung Ausbildungswesen: Medizinische Fachangestellte und Arzthelfer/innen bietet eine persönliche telefonische Beratung für Fragen zum Berufsausbildungsvertrag, zum Ausbildungsverlauf und zur Zwischen- und Abschlussprüfung an. Als Online-Service sind weitere, schriftliche Informationen auf der Website www.laekh.de in der Rubrik "MFA & Arzthelfer/innen" eingestellt. Die Jobbörse für Medizinische Fachangestellte und Arzthelfer/innen hilft bei der Suche nach einer bzw. einem neuen Auszubildenden.

Darüber hinaus bietet die Carl-Oelemann-Schule der Landesärztekammer Hessen ein breit gefächertes Fortbildungsangebot an und schafft somit die Voraussetzungen dafür, dass sich Medizinische Fachangestellte als Partner des Arztes bei der Patientenversorgung qualifizieren. "Damit erhöhen sie ihre Berufschancen. Und um dies angesichts des drohenden Fachkräftemangels auch langfristig sicher zu stellen, sind Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Entlohnung von Arbeitnehmern in den Assistenzberufen unverzichtbar", so von Knoblauch zu Hatzbach.