Infektionen erfolgreich bekämpfen

Landesärztekammer Hessen führt bundesweit erste Zusatzbezeichnung "Krankenhaushygiene" ein

Hessen als Vorreiterin: Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer hat die Einführung der - bundesweit ersten - Zusatzweiterbildung "Krankenhaushygiene" in die hessische Weiterbildungsbildungsordnung beschlossen. Damit soll die ärztliche Kompetenz in diesem Bereich gestärkt und gefördert werden. "Ein wichtiger Schritt, um Infektionen in Krankenhäusern erfolgreich zu bekämpfen und Strategien einer frühzeitigen Vorbeugung zu entwickeln ", unterstreicht Ärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.

So erleiden nach Schätzungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen jährlich über 40.000 Menschen nosokomiale Infektionen, die sie in Kliniken erworben haben. Dieser Zahl stehen lediglich 22 Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin gegenüber. Von Knoblauch zu Hatzbach bezeichnet es daher als notwendig, Ärztinnen und Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen zusätzlich in Krankenhaushygiene zu qualifizieren.

"Auch mit Blick darauf, dass der Gesetzentwurf zum hessischen Krankenhausgesetz eine Verpflichtung der Krankenhäuser zur Umsetzung der Hygienerichtlinien des Robert-Koch-Instituts vorsieht, sehen wir uns in dem Beschluss zum Erwerb der Zuatzbezeichnung "Krankenhaushygiene" bestätigt," erklärt von Knoblauch zu Hatzbach.