Sorge um Qualität der ambulanten Medizin in Hessen

Delegiertenversammlung unterstützt Initiativen der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

Bad Nauheim, den 27. März 2010 - Die Landesärztekammer Hessen sieht die Qualität der ambulanten Medizin in Hessen als gefährdet an. Die Delegiertenversammlung erklärte am Samstag, dass die jüngste Honorarrefom sowohl niedergelassene Fachärzte als auch Hausärzte und damit die Patientenversorgung in dem bevölkerungsreichen Bundesland in eklatanter Weise benachteilige. Für die Regelversorgung stehe in Hessen - trotz eines einheitlichen Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung - deutlich weniger Geld zur Verfügung als in anderen Bundesländern.

"Das Ziel der Honorarreform, die chronische Unterfinanzierung der ambulanten Medizin wenigstens teilweise abzubauen, wurde in Hessen verfehlt. Insbesondere die von Regelleistungsvolumen abhängigen Fachgruppen müssen zum großen Teil mit einem deutlichen Honorarminus rechnen", heißt es in dem von Dr. med. Oldenburg, dem Fraktionsvorsitzenden der Fachärzte der KV Hessen eingebrachten Antrag.

Die Delegiertenversammlung unterstützt daher die Initiativen der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen "Gleiches Honorar für gleiche Leistung bei vergleichbarer Morbidität" als auch die gerichtlichen Bemühungen gegen die dem Land Hessen zugewiesene zu niedrige Honorarverteilungs-Quote. Darüber hinaus alle Initiativen der Hessischen Berufsverbände und der Facharzt- und Hausarztfraktion der Vertreterversammlung der KV Hessen. Diese Bemühungen sollen für eine Honorargerechtigkeit unter den Bundesländern sorgen.