Mit dem Organspendeausweis zum Führerschein

Ärztekammerpräsident schlägt Spendeausweise für Fahrschüler vor

In Hessen ist die Zahl der Organspender in den ersten acht Monaten des Jahres verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 35 Prozent gestiegen. "Trotz dieses erfreulichen Aufwärtstrends muss die Bereitschaft zur Organspende weiter wachsen", betont Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen. Um bereits junge Menschen für die Bedeutung von Organspenden zu sensibilisieren, schlägt von Knoblauch zu Hatzbach vor, in die 1.-Hilfe-Lehrgänge für Fahrschüler verpflichtend Aufklärung über das Thema Organspende einzubauen. "Alle Führerscheinbewerber sollten Vordrucke von Organspendeausweisen erhalten und darüber informiert werden, wo sie sich beraten lassen können", erläutert der Ärztekammerpräsident.

In Deutschland warten rund 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. "Jeder von uns, ob jung oder alt, kann in die Situation kommen, ein Spenderorgan zu benötigen oder mit Hilfe einer Organtransplantation Leben retten zu können ", so von Knoblauch zu Hatzbach. Die Entscheidung für eine Organspende richte sich immer nach dem Willen des Patienten. "Deshalb ist es wichtig, die Spendebereitschaft mit dem Ausfüllen eines Organspendeausweises zu dokumentieren, so lange man gesund ist. Die 1.-Hilfe-Lehrgänge bieten Führerscheinbewerbern dafür eine gute Gelegenheit."