Organspende: Aufklären und Ängste nehmen

Appell des hessischen Ärztekammerpräsidenten zum Tag der Organspende

"Organspende kann Leben retten. Deshalb sollte jeder Einzelne darüber nachdenken, einen Organspendeausweis bei sich zu tragen", forderte der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.

Längst sei die Transplantationsmedizin zu einem wesentlichen Bestandteil des Gesundheitswesens geworden. Doch noch immer warteten viele schwerkranke Patienten vergeblich auf eine lebensrettende Organtransplantation.

"Auch wenn die Zahl der Organspenden in Deutschland leicht ansteigt, ist die Spenderbereitschaft nach wie vor zu gering", kritisierte von Knoblauch. Im Jahr 2008 sei sie allein in Hessen um 38,4 Prozent gegenüber 2007 zurückgegangen. "Inzwischen sieht die Situation etwas erfreulicher aus, denn in den ersten vier Monaten diesen Jahres konnten in Hessen bereits 21 Organspenden verzeichnet werden (2008 waren es in diesem Zeitraum nur 13 Organspenden)," berichtete der Ärztekammerpräsident. "Dennoch müssen wir große Anstrengungen unternehmen, um die Situation weiter zu verbessern. In erster Linie kommt es darauf an, die Menschen über Organspende aufzuklären und ihnen mögliche Ängste zu nehmen." Von Knoblauch rief die Ärztinnen und Ärzte in Hessen dazu auf, durch persönliches Engagement zu der Aufklärung beizutragen.

Organspendeausweise sind u.a. auf der Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de), der Deutschen Stiftung Organtransplantation (www.dso.de) und des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit (www.hsm.hessen.de) zum Download eingestellt.