Ärzte für das Thema häusliche Gewalt sensibilisiert

Dr. med. Ulrike Berg mit Ehrenplakette der Landesärztekammer ausgezeichnet

Die Wiesbadener Ärztin und Vorsitzende der Regionalgruppe Wiesbaden-Mainz des Deutschen Ärztinnenbundes, Dr. med. Ulrike Berg ist auf der heutigen Delegiertenversammlung mit der Ehrenplakette der Landesärztekammer Hessen ausgezeichnet worden. Ärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach würdigte Bergs herausragende Leistungen und ihre intensive Auseinandersetzung mit dem Thema "häusliche Gewalt". Die in einer Praxis für Allgemeinmedizin tätige Assistenzärztin habe Maßnahmen entwickelt, um Kolleginnen und Kollegen für häusliche Gewalt zu sensibilisieren, zu schulen und ihnen alltagstaugliche Instrumente im Umgang mit betroffenen Patientinnen und Patienten anzubieten.

"Ulrike Bergs Engagement geht weit über den üblichen berufspolitischen Einsatz für das Gesundheitswesen und das Gemeinwohl hinaus," stellte der Präsident der Landesärztekammer fest. Die junge Ärztin (Jahrgang 1970) sei damit Vorbild für die nachfolgende Ärztegeneration.  Von Knoblauch hob ihre Tätigkeit im Netzwerk "Gewaltprävention im Gesundheitswesen" bei dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit und im Referat für Ärztinnen der Landesärztekammer Hessen hervor. Auch koordiniert Berg die in den Bereich Gewaltprävention eingebundenen Akteure im Gesundheitswesen, im Rechtswesen und bei der Polizei. Zu den Instrumenten, die Berg mitentwickelt hat, zählen die "Kitteltaschenversion" zum Erkennen und zur Dokumentation von häuslicher Gewalt, der ärztliche Dokumentationsbogen bei häuslicher Gewalt und das Informationsblatt für Patientinnen und Patienten sowie ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte.