"Qualität statt Spardiät – gute Kliniken für Hessen"

Zehn hessische Organisationen und Verbände des Krankenhauswesens gründen Aktionsbündnis zur Sicherstellung der Patientenversorgung

Gemeinsame Presseerklärung: Unter dem Slogan "Qualität statt Spardiät - gute Kliniken für Hessen" schließen sich auch in Hessen wichtige Organisationen und Verbände des Gesundheits- und Krankenhauswesens dem auf Bundesebene ins Leben gerufenen Aktionsbündnis "Rettung der Krankenhäuser" an.

Das am 16. Juli 2008 in den Räumen der Hessischen Krankenhausgesellschaft, dem Dachverband der Krankenhäuser in Hessen, gegründete hessische Aktionsbündnis stellte seine Ziele heute in Wiesbaden vor: Die Bündnispartner wollen gemeinsam für eine bessere Krankenhausfinanzierung und damit für die Sicherstellung der Krankenhausversorgung in der Zukunft kämpfen. Dem Bündnis gehören folgende Verbände und Organisationen an:

  • dbb beamtenbund und tarifunion
  • Hessische Krankenhausgesellschaft
  • Hessischer Landkreistag 
  • Hessischer Städtetag
  • KAV Hessen
  • Landesärztekammer Hessen 
  • Landespflegerat Hessen 
  • Marburger Bund Hessen
  • ver.di Landesbezirk Hessen
  • VKD Landesgruppe Hessen

Das Aktionsbündnis fordert eine angemessene und nachhaltige Finanzierung aller Kliniken, damit auch in Zukunft die hohe Qualität der notwendigen medizinischen Versorgung der hessischen Bevölkerung mit Krankenhausleistungen sichergestellt ist.

In Hessen sorgen rund 70.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken für das wichtigste Gut eines Menschen: die Gesundheit. In den rund 180 hessischen Krankenhäusern in öffentlicher, gemeinnütziger und privater Trägerschaft arbeiten sie rund um die Uhr auf höchstem Niveau für die Patienten und sichern so die medizinische Versorgung im Krankenhaus.

Aber bereits seit Jahren stehen für die medizinischen und pflegerischen Kosten der Kliniken keine ausreichenden Finanzierungsmittel zur Verfügung. Die engen gesetzlichen Vorgaben für die Finanzierung der Krankenhäuser und die Kürzungspolitik der Bundesregierung auf der einen sowie die massiv steigenden Kosten auf der anderen Seite treiben die Krankenhäuser immer mehr in die Enge. Die Patienten müssen sich jedoch darauf verlassen können, dass sie eine individuell notwendige, hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung erhalten. Hierfür tragen Bund und Länder im Rahmen ihres Gesetzgebungsrechts eine große und entscheidende Mitverantwortung.

Hält die Bundesregierung weiter an ihrem Sparkurs fest,

  • haben Ärzte und Pflegekräfte noch weniger Zeit für ihre Patienten,
  • kann die Qualität der Krankenhausversorgung nicht gehalten werden,
  • müssen Arbeitsplätze abgebaut werden,
  • wird es zu Einschränkungen und Wartezeiten beim Zugang zu den medizinischen Leistungen kommen.

Die Bündnispartner fordern deshalb gemeinsam von den politischen Verantwortlichen:

  • stoppt die Kürzungen - auch den ungerechtfertigten Rechnungsabzug zur Sanierung der GKV - umgehend noch in diesem Jahr,
  • weg mit dem Deckel auf den Krankenhausbudgets,
  • Ausgleich für steigende Energie- und Sachkosten,
  • Finanzierung medizinischer Innovationen,
  • volle Gegenfinanzierung der Tariflohnsteigerungen,
  • mehr Geld für Arbeitsplätze und Nachwuchssicherung.

Die Verbände der Krankenhausträger, die angeschlossenen Fachverbände, Körperschaften und die Organisationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fordern eine ordentliche und nachhaltige Finanzierung der Krankenhäuser. Das hessische Aktionsbündnis wird in den nächsten Wochen mit gezielten Maßnahmen und Aktionen seine Forderungen öffentlichkeitswirksam kommunizieren und unterstreichen.