Wer noch einen Funken Verstand hat...

Berlin, 30.05.2007 - "Wer noch einen Funken Verstand hat, sollte ihn nicht zum Anzünden einer Zigarette benutzen. Das gilt insbesondere für Eltern, Lehrer und andere wichtige Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen. Rauchen in Gegenwart von Kindern ist ein ganz schlechtes Vorbild", sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe heute anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai.

Das Durchschnittsalter, in dem Mädchen und Jungen ihre erste Zigarette rauchen, liegt unverändert niedrig zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr. Etwa 20 Prozent der 12- bis 17-Jährigen rauchen ständig oder gelegentlich. "Für Kinder ist das Passivrauchen aufgrund ihres noch unausgereiften Organismus besonders gefährlich. Vielen Eltern ist gar nicht bewusst, welchen Schaden sie ihren Kindern antun, wenn sie rauchen. Tabakrauch ist ein komplexes Giftgemisch aus über 4800 Chemikalien, das auch zahlreiche Krebs erzeugende Stoffe enthält", erklärte Hoppe.

Rauchen schadet einem jugendlichen Körper mehr als einem erwachsenen. Je früher Kinder und Jugendliche mit dem Rauchen anfangen, umso früher setzt die Sucht ein. Wegen der unreifen neuronalen Transmittersysteme entwickelt sich bei Jugendlichen eine Tabakabhängigkeit schneller als bei Erwachsenen. Nikotin kann im noch nicht vollständig entwickelten jugendlichen Gehirn bleibende Schäden verursachen und beispielsweise zu Depressivität und Beeinträchtigungen der Denk- und Gedächtnisprozesse führen.

 

Pressemitteilung der Bundesärztekammer

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