Hoppe warnt vor weiterem Spargesetz im Gesundheitswesen

109. Deutscher Ärztetag in Magdeburg eröffnet

"Wenn die gesundheitspolitischen Überlegungen in der Großen Koalition abermals nur auf ein weiteres Spargesetz zielen und die eigentliche Reform der Finanzierungsgrundlagen wieder verschoben werden soll, dann ist das unredlich gegenüber den Patienten, den Ärzten und auch gegenüber der nächsten Generation", sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe heute zur Eröffnung des 109. Deutschen Ärztetages in Magdeburg.

Statt mit dem "gefühlten Wissen" von vermeintlich milliardenschweren Effizienzreserven im deutschen Gesundheitssystem müsse man sich mit den Fakten auseinandersetzen: einer maroden Finanzierungsgrundlage, einer enormen Leistungsverdichtung und den Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft bei rasant wachsenden medizinischen Möglichkeiten. "Wenn wir Rationierung dauerhaft vermeiden wollen, dann sollten die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung für deren originäre Aufgaben ausgegeben, die Eigenverantwortung der Versicherten gestärkt und so etwas wie ein Demografiefaktor auch in der Krankenversicherung berücksichtigt werden, denn ohne die Bildung von Rücklagen ist die GKV nicht zukunftsfähig", erklärte Hoppe in Anwesenheit von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.
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