Aufruf zur Grippe-Schutzimpfung

Auch in diesem Jahr haben das Robert-Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut in Berlin gemeinsam mit Ärzten und Immunologen zur Grippe-Schutzimpfung aufgerufen und vor einer neuen Grippe-Epidemie gewarnt. Wenn eine Epidemie ausbricht, ist es für eine Impfung zu spät. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit bestimmten Grundleiden, chronisch Kranke, aber auch medizinisches Personal.

Aus diesem Grund ist die Impfung der effektivste Ansatz zur Verhütung von Infektionskrankheiten. Die Grippeimpfung ist auf die Mitarbeit des Immunsystems angewiesen. Es muss nach der Impfung protektive Antikörper bilden, sonst ist der Körper dem Angriff der Viren weiterhin schutzlos ausgeliefert. Doch die Fähigkeit des Immunsystems lässt im Alter nach (Immunseneszenz). Dies ist allerdings kein unabwendbares Schicksal. Das Immunsystem, sowie die Schutzwirkung der Grippeimpfung lassen sich durch körperliche Bewegung und eine ausgewogene Ernährung auch im Alter aktiv beeinflussen.

Sechs bis zwölf Monate ist die nach einer Impfung gebildete Immunität wirksam. Bereits nach sieben bis 14 Tagen nach der Impfung ist der Impfschutz voll ausgeprägt. Empfohlen wird, die Impfung in der Zeit von September bis November durchzuführen. Die vorbeugende Behandlung wird von den Krankenkassen bezahlt. Wirksamkeit und Verträglichkeit sind in zahlreichen großen Untersuchungen nachgewiesen worden.

In diesem Herbst hat die Arbeitsgemeinschaft Influenza eine neuerliche Initiative gestartet, erklärte Prof. Dr. med. Reinhard Kurth, Präsident des RKI.

Ziel ist eine stärkere Verbreitung der Influenza-Impfung gerade auch bei medizinischem Fachersonal. Für diesen Zweck wurde ein Aktionspaket bestehend aus Poster, Handzettel und
einer umfangreichen Vortragspräsentation zu Influenza geschnürt. Diese Info-Materialien erhalten Sie über die Influenza-Seiten des RKI.

 

Allgemeine Maßnahmen und Infektionswege

Die Gefahr einer Infektion mit dem Influenzavirus ist dort besonders groß, wo viele Menschen in engen Kontakt miteinander treten, beispielsweise in

  • öffentlichen Verkehrsmittel
  • Freizeiteinrichtungen wie Diskotheken, Kinos, Sportstätten
  • sozialen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Hörsälen und Ämter)
  • Einrichtungen des Gesundheitswesens (Wartezimmern, Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Altersheimen),

da er vor allem durch Tröpfcheninfektion, Husten und Niesen übertragen wird.

 

Deshalb sollten Sie generell beachten, dass Sie

  • Massenansammlungen und Kontakte mit Risikopersonen vermeiden,
  • beim Husten und
    Niesen stets Hand bzw. Taschentuch vor Mund und Nase halten
  • Einwegtaschentücher verwenden, welche Sie nach Gebrauch im Mülleimer entsorgen

Nicht geimpfte Risikopatieneten während einer Epidemie zu Hause bleiben und Arztbesuche möglichst vermeiden, denn in Wartezimmern sind sie einer besonders hohen Infektionsgefahr ausgesetzt.

 

Hier finden Sie die aktuellste Fassung der Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut.

Weitere Informationen:

Influenza-Seiten des Robert Koch-Instituts, u.a. mit dem Aktionspaket der AGI und Influenza- und Pneumokokken-Beiträgen des Epidemiologischen Bulletins.

Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts, u.a. mit Informationen zum aktuellen Impfstoff und der Liste zugelassener Influenza-Impfstoffe. 


Für Menschen die an einer Herzerkrankung leiden kann eine Grippe lebensgefährlich sein. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Herzstiftung empfiehlt allen Herzkranken sich jetzt impfen zu lassen. Hinweise und Empfehlungen finden Sie in der neuen Ausgabeder Zeitschrift Herz heute.

Sie ist gegen Einsendung von 1,53 Euro in Briefmarken bei der

Deutschen Herzstiftung
Vogtstraße 50
60322 Frankfurt am Main

zu erhalten.