Aufruf: Kundgebung des Bündnis Gesundheit 2000 zum Vorschaltgesetz am 12.November in Berlin

Die von der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt angekündigte so genannte Nullrunde führt zu weiterer Destabilisierung des Gesundheitswesens, zu Demotivation und Deprofessionalisierung der Gesundheitsberufe. Auch die hessischen Ärzte wenden sich gegen eine Beschleunigung der Abwärtsspirale der Qualität in der medizinischen Versorgung.

Vor allem infolge des Vorschaltgesetzes werden Engpässe in der Versorgung der Patienten unvermeidlich sein. Die ohnehin schon bestehende Unterversorgung in der ambulanten Versorgung im Osten Deutschlands wird dramatische Ausmaße annehmen. Die angespannte Personalsituation im Krankenhaus wird durch massenhafte Entlassungen so verschärft, daß Wartelisten unvermeidlich sind.

Weniger Zuwendung für die Patienten, Leistungsreduktion, Wartelisten, Rationierung von Versorgungsleitstungen und Entlassung von Klinikpersonal und Arzthelferinnen sind schon jetzt erkennbare Folgen der Regierungspolitik.

Sachliche Einwände sind von Regierungsseite bisher als "Gejammere" und "Lobby-Geschrei" abgetan worden. Es ist deshalb an der Zeit, die Kritik umfassend zu artikulieren und gemeinsam mit allen Gesundheitsberufen und Institutionen auch zu demonstrieren.

Das Bündnis Gesundheit 2000 ruft zur Kundgebung auf:

am Dienstag, 12. November 2002 um 12.00 Uhr in Berlin, am Platz des 18. März (Westseite des Brandenburger Tores)