Pressemitteilungen - Archiv 2001

Wer ausbeutet, ist als Weiterbilder ungeeignet

Zur Situation an hessischen Krankenhäusern fasste die Delegiertenversammlung (DV) der Landesärztekammer Hessen am 10. November 2001 folgende Beschlüsse:

Bereitschaftsdienst ist Arbeitszeit

Die DV nimmt den Urteilsspruch des Arbeitsgerichtes Kiel vom 8.11.01, im Einklang mit den Richtlinien der EU sei Bereitschaftsdienst Arbeitszeit, mit Befriedigung zur Kenntnis.

Sie ermutigt die Ärztinnen und Ärzte hessischer Krankenhäuser, ihre berechtigten Ansprüche notfalls gerichtlich durchzusetzen und damit der Ausbeutung ärztlicher Arbeitskraft zugunsten einer qualifizierten Patientenversorgung entgegen zu wirken.

Arbeitszeitgesetz und medizinischer Katastrophenschutz

 

Zwei Themen beherrschten die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen am 10. November

Bad Nauheim: Das Maß ist voll. Die Ausbeutung von angestellten Ärztinnen und Ärzten in Krankenhäusern war eines der zentralen Themen der heutigen Delegiertenversammlung in Bad Nauheim. Der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. med. Alfred Möhrle, wies in seinem Lagebericht auf die Umfrage hin, welche die Landesärztekammer Hessen als erste Kammer bundesweit in diesem Sommer zur Ermittlung der Arbeitszeiten und der Arbeitszufriedenheit der Ärztinnen und Ärzte am Krankenhaus durchgeführt hat.

Gegen schwarze Schafe unter Ärzten

 

Landesärztekammer Hessen setzt sich für Aufklärung unrichtiger Privatrechnungen ein

"Wir gehen mit allen Mitteln gegen Ärztinnen und Ärzte vor, die überhöhte Privatrechnungen ausstellen", machte Dr. Alfred Möhrle, Präsident der Landesärztekammer Hessen, heute deutlich. Zur Prüfung solcher Fälle besteht seit geraumer Zeit eine eigene Stelle bei der Kammer, an die sich jeder wenden kann.

Auftakt der Veranstaltungsreihe " Die Schilddrüseninitiative in Hessischen Badeorten" in Bad Nauheim

Großer Erfolg der Schilddrüsenaktion Papillon

Die Resonanz auf die Angebote der Schilddrüseinitiative Papillon am vergangenen Wochenende in Bad Nauheim war überwältigend. An beiden Tagen herrschte im Badehaus 4 des Sprudelhauses ein großer Andrang interessierter Besucher. Ihnen bot Papillon neben Vorträgen ausgewählter Schilddrüsenexperten auch Ultraschalluntersuchungen als orientierende Vorsorgemaßnahme an. Rund 500 Personen nahmen daran teil; zwei Drittel von ihnen wurden zu abklärenden Untersuchungen an den Hausarzt weiterempfohlen.

Der Gesundheit Beine machen

Landessportbund Hessen, Hessischer Turnverband, Hessischer Schwimmverband und Landesärztekammer Hessen stellen das

Qualitätssiegel "Sport Pro Gesundheit"

heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz
um 11 Uhr im Frankfurter Presse-Club vor

Gesundheitspolitische Diskussionen am Edersee

 

Klausurtagung des Präsidiums der Landesärztekammer Hessen

Als großen Erfolg wertete Dr. Alfred Möhrle, Präsident der Landesärztekammer Hessen, die Klausurtagung des Präsidiums vom 9.-11.März im nordhessischen Waldeck am Edersee. Die landschaftlich reizvolle Umgebung und das atmosphärereiche Schloßhotel Waldeck als Tagungsort seien an dem gelungenen Verlauf der Tagung beteiligt gewesen.

Ärztekammerpräsident im Rundfunkrat des HR

Erster Ärztekammerpräsident im Rundfunkrat: Seit Anfang Februar sitzt Dr. Alfred Möhrle, Präsident der Landesärztekammer Hessen, im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks. Er wurde vom Verband der Freien Berufe in Hessen in dieses Aufsichtsgremium entsandt und ist Mitglied des Programmausschusses Hörfunk.

Aggression unter Kindern und Jugendlichen

 

Den Teufelskreis der Gewalt durchbrechen!

"Aggression unter Kindern und Jugendlichen": Der Förderkreis Bad Nauheimer Gespräche der Landesärztekammer Hessen lädt am 14. Februar in Frankfurt zur Podiumsdiskussion ein

Landesärztekammer fordert Verfütterungsverbot von Antibiotika

 

Schweinereien auf dem Teller: Die Landesärztekammer Hessen fordert Verfütterungsverbot von Antibiotika in der Tiermast

Noch ist Deutschland mitten in der BSE-Krise, und schon schlägt mit dem bayerischen Schweinemastskandal die nächste Hiobsbotschaft Wellen. "Auch in Hessen haben wir keine heile Welt", warnt der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. Alfred Möhrle. Das Schweineschnitzel im Einkaufskorb oder das Auftauwasser vom gefrorenen Hähnchenschenkel können multiresistente Keime enthalten.

BSE-Übertragung

 

Die Landesärztekammer informiert: BSE-Übertragung bei Frischzellentherapie nicht ausgeschlossen

Bereits am 26. April 2000 hatte das Hessischen Sozialministerium auf die Aufklärungs- und Dokumentationspflicht vor Anwendung von Frischzellen hingewiesen. Auch angesichts der aktuellen Nutzen-Risiko-Bewertung von Arzneimitteln mit Extrakten aus Körperbestandteilen von Rind, Schaf und Ziege halten es die Landesärztekammer Hessen und das Ministerium für erforderlich, auf die mögliche Gefahr einer Übertragung von BSE-Erregern aufmerksam zu machen.

Verbot von Tiermehl

 

Die Ärztekammer fordert: Herstellung und Handel von Tiermehl müssen generell verboten werden

"Mit halbherzigen Maßnahmen lässt sich BSE nicht bekämpfen", erklärt der Präsident der hessischen Landesärztekammer, Dr. Alfred Möhrle. Er fordert daher nachdrücklich ein generelles Herstellungs- und Handelsverbot von Tiermehl. Das am 2. Dezember vergangenen Jahres in Kraft getretene Eil-Gesetz zur Verfütterung von Tiermehl verhindere die Produktion nicht dauerhaft. Schon jetzt werde eine Aufhebung des Verbots ab Mitte des Jahres diskutiert, beklagt der Kammerpräsident. "Dabei ist die Gefahr der BSE-Übertragung noch längst nicht gebannt".