Steigende Ausbildungszahlen in hessischen Arztpraxen

In Deutschland gibt es 330 Ausbildungsberufe; zu den zehn beliebtesten gehört die Ausbildung zum bzw. zur Medizinischen Fachangestellten (Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung). Auch in Hessen ist das Interesse an dem Beruf ungebrochen – trotz sinkender Schülerzahlen und eines allgemeinen Rückgangs der Nachfrage nach Ausbildungsstellen. Die Ausbildungsbereitschaft von Ärztinnen und Ärzten bewegt sich ebenfalls auf hohem Niveau. So sind die Ausbildungszahlen in hessischen Arztpraxen zum 31.12.2017 mit 1.057 gegenüber 1.039 zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres nochmals leicht gestiegen.

Als "lebendigen und verantwortungsvollen Beruf mit Zukunft" charakterisiert der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach den Beruf des bzw. der Medizinischen Fachangestellten (MFA): "Die erfreuliche Entwicklung der Ausbildungszahlen bestätigt die Attraktivität des Berufsbildes: Medizinische Fachangestellte sind die "rechte Hand" einer Ärztin oder eines Arztes. Sie unterstützen Ärzte bei komplexen und sich verändernden Versorgungsaufgaben und entlasten diese, indem sie delegierte Aufgaben in Praxen und bei Hausbesuchen übernehmen. Für eine angemessene Vergütung sorgt der neue Gehaltstarifvertrag vom 1.8.2017 (gültig seit 1.4.2017). Auch die Ausbildungsvergütung wurde erhöht."

Die Voraussetzungen für die verantwortungsvolle Tätigkeit des bzw. der MFA schaffe die qualitativ hochwertige Ausbildung, die jungen Menschen in hessischen Arztpraxen geboten werde, betont der Präsident der Landesärztekammer Hessen (LÄKH). Dabei stehe die LÄKH – nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle für den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf – Ärzten und künftigen MFAs zur Seite: Die Ärztekammer überwacht die Durchführung der Ausbildung, berät Ärzte und Auszubildende in Ausbildungsfragen und führt Prüfungen durch.