Pressekonferenz zur Geschichte der Landesärztekammer Hessen

Welche Rolle spielte die ärztliche Selbstverwaltung im Deutschen Kaiserreich und während der Weimarer Republik? Wie setzte der NS-Staat seine Gesundheitspolitik in Hessen durch, und wie hat er sich dabei der organisierten Ärzteschaft bedient? Die Landesärztekammer Hessen ist die erste Ärztekammer, die sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie mit ihrer Vergangenheit befasst.

Anlässlich des 118. Deutschen Ärztetages 2015 in Frankfurt am Main werden die ersten Zwischenergebnisse der Studie mit Fokus auf der Zeit des Nationalsozialismus veröffentlicht, die wir Ihnen vorab auf einer

Pressekonferenz

zur

"Geschichte der Landesärztekammer Hessen"
am Dienstag, 21. April um 10:30 Uhr

in der Landesärztekammer Hessen,
Im Vogelsgesang 3 in 60488 Frankfurt am Main

vorstellen möchten.

Die Geschichte der hessischen Ärztekammer begann 1876. In den folgenden Jahrzehnten wurde sie durch die Ära Bismarck, das Wilhelminische Zeitalter, zwei Weltkriege, eine gescheiterte Demokratie und den Nationalsozialismus bestimmt. Über zehn Jahre nach Kriegsende konstituierte sich die Landesärztekammer Hessen im März 1956 als Körperschaft des öffentlichen Rechts.

"Die ersten Ergebnisse der Studie sind sehr ermutigend; sie bringen Überraschendes, Irritierendes und Bestürzendes hervor", kündigt Dr. med. Siegmund Drexler, Vorsitzender der Beirats der Landesärztekammer an, der das Forschungsprojekt "Geschichte der Landesärztekammer" begleitet. Das zweijährige, bis Mitte 2016 angelegte Projekt, mit dem Prof. Dr. phil. Benno Hafeneger, Marcus Velke, M.A. und Lucas Frings, B.A., Philipps-Universität Marburg, beauftragt wurden, umfasst die Geschichte von 1876 bis 1956. Im Schwerpunkt widmet sich die Untersuchung der Zeit des Nationalsozialismus sowie der Zeit ab 1945 bis zur Gründung der Landesärztekammer Hessen.