Stephan Heinrich Nolte

Bücher

Laura Spinney: 1918 – Die Welt im Fieber - Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte

Ausgabe 7/2020

Carl Hanser Verlag, 1. Auflage 2018, ISBN 9783446258488, 26 €, auch als E-Book Als die britische Wissenschaftsjournalistin Laura Spinney 2017 ihr Buch „Pale Rider: The Spanish Flu of 1918 and How it Changed the World“ schrieb, konnte sie nicht ahnen, wie aktuell das Thema werden würde. 2018 erschien es in Deutschland,…

Ingrid Mühlhauser: Unsinn Vorsorgemedizin. Wem sie nützt, wann sie schadet

Ausgabe 9/2020

 rororo, 224 Seiten, Taschenbuch,  ISBN 9783499632556, € 10 Vorsorgeuntersuchungen nehmen einen immer größeren Teil der Arbeitszeit insbesondere von Fachärztinnen und -ärzten in Anspruch. Bei Kindern etwa ist die Inanspruchnahme von der U4 bis zur U9 in Hessen gesetzlich vorgeschrieben, und die Inhalte werden ständig…

Christiane Erner-Schwab: Psychotherapie im Kindesalter – Ratgeber für Erwachsene

Ausgabe 6/2020

Brandes & Apsel Verlag, 2018, 152 Seiten, ISBN 9783955582197, € 14.90 Psychodynamische Psychotherapie im Kindesalter – was passiert da eigentlich? Für Eltern ist die Hemmschwelle zu einer psychotherapeutischen Behandlung ihres Kindes meist groß; Psychotherapeuten sehen deswegen nur einen gefilterten Ausschnitt aus dem…

Placebo oder Nocebo? Vier Bücher zur Wirksamkeit des Unwirksamen

Ausgabe 10/2020

Das Wirksame des Unwirksamen, in positivem Sinne Placebo, im negativen Sinne Nocebo genannt, ist nicht zuletzt durch die evidence-based medicine und die überbordenden Mengen an Doppelblindstudien und Metaanalysen inzwischen ein viel diskutierter Faktor in der Medizin geworden – so weitgehend, dass viele Studien keinen…

Ansichten und Einsichten

„Der ärztliche Beruf ist wunderlicher Natur“

Ausgabe 4/2022

Wenn eine Schwangere zur Vorsorge zum Gynäkologen geht, ein älterer Mann zum Urologen, ein Kind zum Kinderarzt, spricht man von einer Patientin, einem Patienten. Was wäre eigentlich die korrekte Bezeichnung für einen Menschen, der zum Arzt geht, ohne Patient zu sein? Ein Gesunder, so weiß man, ist nur noch nicht lange genug untersucht, also doch letztendlich ein Patient. Wie soll man ihn sonst nennen?

Medizingeschichte

Lern- und GeDenkOrt Alt Rehse

Ausgabe 10/2022

„[…] Mit dieser Schulungsarbeit werden wir beweisen, dass wir die geistige Haltung des Arztes im Nationalsozialismus ebenso hoch oder noch höher bewerten als berufliches Wissen und Können. Diese Haltung soll – wie wir es von jedem Deutschen verlangen – soldatisch sein.“ Das Zitat fiel im Mai 1934 auf einer Ärztetagung in Weimar und stammt von Dr. Gerhard Wagner (1888–1939), Mitbegründer des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes (NSDÄB) und seit 1933 Reichsärzteführer.