Frühjahrsmüdigkeit

Sie ereilt uns zu Hause, im Büro, tags- oder nachtsüber, jedoch nur zu einer bestimmten Jahreszeit: die Frühjahrsmüdigkeit.

Fast jeder kennt das Gefühl von Schlappheit, Gereiztheit und der Unmöglichkeit, sich zu konzentrieren. Das Energiepotential sinkt, und man fühlt sich lustlos.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit. Bei leichten Kopfschmerzen und Energieschwund sollte nicht gleich ein Arzt aufgesucht werden. Frühjahrsmüdigkeit ist natürlich und lässt sich durch mehrere Ursachen erklären:

 

1.) Hormone:

Hormone spielen uns oft einen Streich und können zu Gemütsschwankungen führen. Auch im Frühling "spielen sie verrückt".

Grund dafür ist die vermehrte Bildung von Melatonin. Eigentlich sorgt dieses Hormon für erholsamen Schlaf und die Regelung des Tag-Nacht-Zyklus`. Die kurzen Wintertage mit schwachem Sonnenschein regen den Körper zu vermehrter Melatonin-Bildung an, um uns schöne Nächte zu bescheren. Doch zu viel Melatonin im Blut bewirkt, dass wir uns auch tagsüber müde und "nicht richtig in Form" fühlen.

Erst wenn die Tage länger werden und dauerhafter Sonnenschein hereinbricht, bildet unser Körper Serotonin, das sogenannte Glückshormon, und wir fühlen uns wieder fit.

 

2.) Stoffwechsel:

Im Winter ernähren wir uns einseitiger und fetthaltiger als sonst – man denke nur an Kuchen, Gans und Weihnachtsplätzchen.

Als es noch keine Heizkörper gab, war dies recht praktisch. Schließlich benötigt der Körper mehr Kalorien, um den kalten Winter durchzustehen. Heute jedoch sammelt sich überflüssiges Fett an Bauch, Hüften und Beinen an. Überdies führt einseitige Ernährung zu Vitaminmangel.

Bei wärmeren Außentemperaturen stellt sich dann der Körper langsam wieder um, und die meisten von uns müssen sich nicht mehr vor der Waage fürchten.

 

3.) Helligkeit:

Der frühe Sonnenaufgang betrügt die Nacht um ein paar Stunden und uns um die letzte Tiefschlafphase. Wir wachen auf und sind unausgeschlafen.

 

Was kann man tun?

Die meisten "übermüdeten" Menschen warten einfach, bis sich der Körper von selbst wieder umgestellt hat. Doch man kann ihm auch dabei helfen, wieder fit und leistungsfähig zu werden.

So sollten...

Langschläfer .... weit vor Mitternacht ins Bett gehen und das Schlafzimmer abdunkeln.

Stubenhocker ... sich hinaus ins Tageslicht trauen, frische Luft tanken und stundenlanges Sitzen im Neonlicht vermeiden. Auch können Sie mit langen Spaziergängen und Sport Ihrem Körper schneller auf die Sprünge helfen.

alle anderen...

  • viel Obst und Gemüse essen,
  • auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten,
  • eine belebende Gesichtsmassage machen
  • sich frühmorgens mit kaltem Wasser duschen (also, wenn das nicht hilft?!...)

und für alle, die sich "auf Diät" befinden:

Gönnen Sie sich ruhig einmal etwas Süßes! Süßigkeiten veranlassen den Körper zur Serotoninbildung - und Ihre Müdigkeit ist vergessen.