Erkältungen

 

Was sind Erkältungen?

Unter der Bevölkerung heißt es manchmal witzelnd, dass eine Erkältung sieben Tage dauert, wobei die Beschwerden durch einen Arztbesuch auf eine Woche verkürzt werden können. Dabei vernachlässigt die Volksweisheit, dass Erkältungen in völlig unterschiedlicher Intensität verlaufen und somit ein Arztbesuch durchaus notwendig sein kann.

Etwa 3,5 Millionen Arbeitnehmer werden jährlich wegen Erkältungskrankheiten krank geschrieben. Medizinisch betrachtet ist eine Erkältung eine Virusinfektion der oberen Atemwege durch Rhino-Viren, von der Erwachsene durchschnittlich drei bis viermal im Jahr betroffen werden. Dabei treten unterschiedliche Symptome auf:

Die harmloseste Form ist der Schnupfen. Hier besiedeln die genannten Rhino-Viren die Nasenschleimhaut, die sich daraufhin entzündet und anschwillt. Als Folge produzieren die Schleimdrüsen vermehrt Ausfluß.

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung macht sich zusätzlich ein schmerzhaftes Druckgefühl in den Wangenknochen oder über den Augen bemerkbar.

Bei einem grippalen Infekt kommen zum Schnupfen noch Halsweh, leichter Husten, Abgeschlagenheit, sowie Fieber und frösteln hinzu.

Eine akute Bronchitis entsteht, wenn sich die Erkältungsviren auf die Bronchialschleimhaut ausweiten. Die Betroffenen klagen über einen schmerzhaften Husten, dessen Auswurf weiß bis gelblich ist.

Im Gegensatz zu den Erkältungskrankheiten wird eine echte Grippe durch Influenza-Viren übertragen. Sie ist selten und beginnt plötzlich mit hohem Fieber. Da sich die Influenza -Viren häufig auf Lunge, Gehirn oder Herz ausweiten, kann sie lebensgefährliche bis tödliche Folgen haben.

Die Influenza muss immer vom Arzt betreut werden, für alte und chronisch kranke Menschen wird eine vorbeugende Impfung empfohlen, die jährlich stattfindet.

Was kann man vorbeugend gegen Erkältungen tun?

Dr. med. Löckermann, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Darmstadt erklärt, dass ein starkes Immunsystem der beste Garant dafür ist, dass Erkältungskrankheiten erst gar nicht ausbrechen. Eine Impfung gegen Erkältungen ist nicht möglich, da sie von über 100 verschiedenen Viren ausgelöst wird. Löckermann betont, dass Kältereize nachweislich das Immunsystem stärken. Er empfielt deshalb Winterspaziergänge oder aber den Saunabesuch mit anschließender Kältedusche. Darüber hinaus dienen vor allem Vitamin C, ausreichend Ruhe und Schlaf zur Stärkung. Treten bereits erste Anzeichen einer Erkältung auf, können eine Schwitzkur, Erkältungstees sowie Fußbäder den Infekt im Keim ersticken.

Was kann man bei einer akuten Erkältung selbst tun?

Der Arzt sollte bei hohem Fieber oder aber - falls die Krankheitssymptome über mehrere Tage andauern - unbedingt aufgesucht werden. Bei leichten Erkältungen haben sich folgende Empfehlungen bewährt:

  • Viel Trinken, das hält bei verschleimten Atemwegen den Schleim flüssig.
  • Gurgeln mit Salzwasser
  • Heiße Hühnersuppe
  • Warme Getränke
  • Inhalieren von heißem Dampf (Erleichtert das Atmen)
  • Kochsalzlösung statt Nasentropfen zum Abschwellen der Nasenschleimhaut.