Erhöhte Zahl von Herzversagen und Lungenerkrankungen durch Luftverschmutzung

Schlechte Luftqualität gefährdet menschliche Lungen und Herzen weltweit, zum Teil mit tödlichen Folgen. So das Ergebnis einer internationalen Studie unter der Leitung des University Centre for Cardiovascular Science der Universität Edinburgh. Sie führte 35 Untersuchungen mit 1.000 Teilnehmern in zwölf Ländern durch und stellte fest, dass insbesondere Verkehrsabgase ein wesentliches Gesundheitsrisiko darstellen.

Das tägliche Inhalieren von Abgasen befördert Giftgase wie Kohlenmonoxid, Stickstoff und Feinstaub durch die Lunge direkt in den Blutkreislauf. Wie die Studie ergab, führt dies zur Schwächung des Herzmuskels und zur Blutunterversorgung des Körpers. Folgeerscheinungen der die EU­-Grenzwerte übersteigenden Luftverschmutzung sind neben Herzversagen offenbar auch Asthma und andere Lungenerkrankungen sowie Krebs.

Dies können Forscher der University North Carolina bestätigen. Mit Hilfe von Klimamodellen ermittelteten sie, dass rund 2,1Millionen durch Herz- und Lungenerkrankungen verursachte Todesfälle auf feste Verbrennungsrückstände und Partikel zurückzuführen sind. Diese Ergebnisse werden durch die 2012 veröffentlichten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation bestätigt. Die amerikanischen Forscher brachten die verstärkte Luftverschmutzung mit den Auswirkungen des Klimawandels in Verbindung. Aufgrund von Veränderungen in der atmosphärischen Feuchtigkeit würden die Bildung der Schadstoffe beschleunigt und ihr Abbau verzögert.

Um Herz und Lungen zu schützen empfiehlt es sich, den direkten Kontakt mit Abgasen an stark befahrenen Straßen besonders zu den Hauptverkehrszeiten zu meiden. Darüber hinaus trägt ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Klima zur Verbesserung der Luftqualität bei. Durch die Reduktion von Abgasen und dem Entgegenwirken des Klimawandels kann Luftverschmutzung vermindert und das Gesundheitsrisiko deutlich gesenkt werden.