Forscher entdecken Molekül gegen unstillbares Hungergefühl

Italienische Forscher des Instituto di Cibernetica "Edoardo Caicanello" und des Instituto di Chimica Biomolecolare haben das Zusammenspiel der Hormone Leptin und Orexin und des Botenstoffs Endocannabinoid untersucht. Sie konnten herausfinden, dass Menschen, die unter Fettsucht leiden, eine Resistenz gegen Leptin entwickeln.

Leptin ist ein Hormon, das das Hungergefühl reguliert. Teilt es dem Hypothalamus (der obersten Steuerungszentrale des menschlichen Hormonsystems) mit, dass die aufgenommene Nahrungsmenge ausreicht, um den Appetit zu stillen, setzt das Sättigungsgefühl ein. Kann das Hormon jedoch aufgrund der Leptin-Resistenz dem Hypothalamus keine Informationen mehr vermitteln, bleibt das Hungergefühl erhalten. Es entsteht ein Teufelskreis. Nicht selten treten Nebenerscheinungen der Fettsucht auf wie hoher Blutdruck, Herzbeschwerden und Schlaflosigkeit. Auch Diabetes kann eine Folge sein.

In ihrer viele Fachgebiete einschließenden Untersuchung haben die italienischen Forscher ein Molekül namens SB334,867 entdeckt, das der als chronisch einzustufenden Fettsucht-Erkrankung ein Ende bereiten könnte. Das Molekül SB334,867 verhindert, dass unaufhörlich die Information "Nahrungsaufnahme" signalisiert wird.

Von der Entdeckung des "Schlankmacher-Moleküls" erhoffen sich die Forscher, das unstillbare Hungergefühl als Mitverursacher der Fettsucht in Zukunft stoppen zu können.

Quelle: Pressetext, August 2013