Dr. Ursula Stüwe ist neue Präsidentin der LÄKH

Pressemitteilung

Bad Nauheim. Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der hessischen Ärztekammer:

Mit 46 von 78 abgegebenen Stimmen setzte sich die Chirurgin und Oberärztin Dr. med. Ursula Stüwe, Kandidatin des Marburger Bundes, heute auf der konstituierenden Sitzung der Delegiertenversammlung gegen den bisherigen Kammerpräsidenten, Dr. med. Alfred Möhrle, in getrennter und geheimer Wahl durch und wurde für die kommende Legislaturperiode zur neuen Präsidentin der Landesärztekammer gewählt. Stüwe, seit November 2003 Vizepräsidentin der Kammer und Vorsitzende des Marburger Bundes Hessen, hatte als Kandidatin des Marburger Bundes für das Präsidentenamt kandidiert. Als Kandidat der Fachärzte erhielt Möhrle, der das Präsidentenamt 12 Jahre lang innehatte, 32 der abgegebenen Stimmen. Zum neuen Vizepräsidenten wählten die Delegierten, ebenfalls in geheimer Wahl, mit 51 von 78 Stimmen Martin Leimbeck, als Landarzt niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin, von der Liste der Hausärzte.

Auf der Delegiertenversammlung wehte ein frischer Wind. 17 der 31 neugewählten Delegierten sind Frauen. Damit gehören der 80-köpfigen Delegiertenversammlung insgesamt 21 weibliche Delegierte an. Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten, die Zahl der Beisitzer im Präsidium von bisher 9 auf jetzt 7 zu reduzieren. Als Beisitzer wurden gewählt:

  • Monika Buchalik (ÄrztINNEN Hessen)
  • Dr. med. Elmar Lindhorst (MARBURGER BUND)
  • Dr. med. Horst Löckermann (Die Hausärzte)
  • Dr. med. Dipl.-Chem. Paul Otto Nowak (MARBURGER BUND)
  • Dr. med. Siegmund Kalinski (LISTE ÄLTERER ÄRZTE)
  • Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach („Fachärzte Hessen")
  • Dr. med. Susan Trittmacher (Fachärzte Hessen)

Außerdem wurde auf der Delegiertenversammlung mehrere Ausschüsse und Gremien der Kammer neu besetzt.

Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte im niedergelassenen und im stationären Bereich bezeichnete Stüwe auch die Einschränkung der Bürokratie im Gesundheitswesen als wichtige Aufgabe der nächsten vier Jahre. Der enorme Verwaltungsaufwand koste nicht nur viel Geld, sondern gehe vor allem zu Lasten der Patienten, für deren Betreuung dringend benötigte Zeit fehle. „Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern deutlich machen, dass wir generell eine Verschlechterung der Patientenversorgung zu erwarten haben", erklärte Stüwe. Sie werde sich in ihrer Amtszeit für die Rechte der Patienten stark machen und zugleich dafür einsetzen, dass sich das Ansehen des ärztlichen Berufsstandes in der Öffentlichkeit wieder bessere.

Übersicht der Bezirksärztekammervorsitzenden

Bezirksärztekammer
Vorsitzender
Stellvertreter
DarmstadtErich Lickroth Dr. med. Karlhans Baumgartl 
FrankfurtDr. Wolf Andreas Fach Dr. Mark Siegmund Drexler 
Gießen Dr. Edgar Pinkowski Prof. Dr. Michael Berliner 
Kassel Dr. Lothar Werner HofmannHerr Dr. med. Dr. Ing. Hans-Dieter Rudolph
Marburg Dr. med. Klaus Uffelmann Prof. Dr. med. Horst Kuni 
Wiesbaden Dr. med. Ulrich Lang Dr. med. Hans Piper