25.09.2018: Fortbildung für Hausärzte zu Suizidprävention in Frankfurt

Jährlich werden in Deutschland mehr als 10.000 vollzogene Suizide verzeichnet. Gerade bei Menschen zwischen 15 und 29 Jahren gehören sie zu den häufigsten Todesursachen. In der Stadt Frankfurt geht man von etwa 90 Suiziden pro Jahr aus, die Häufigkeit von Suizidversuchen wird auf ca. 1.800 pro Jahr geschätzt.

Hausärzte bieten häufig eine erste, niedrigschwellige Anlaufstelle für Patienten mit suizidalen Gedanken und übernehmen Gatekeeper-Funktion. Etwa die Hälfte der Suizidenten konsultiert in den drei Monaten vor ihrem Suizid einen Hausarzt.

Ab September 2018 wird das Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main Fortbildungen für Hausärzte zum Thema Suizidprävention in Frankfurt und Umgang mit Suizidalität in der Praxis anbieten. Dies erfolgt im Rahmen des Forschungsprojektes FraPPE (Frankfurter Projekt zur Prävention von Suiziden mittels Evidenzbasierter Maßnahmen), welches in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, dem Institut für Rechtsmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt, sowie weiteren Kooperationspartnern durchgeführt wird. FRAPPE wird vom Bundesministerium für Gesundheit finanziell über drei Jahre (2017-2020) gefördert. Die Fortbildungen stellen – neben einer verbesserten Vernetzung – eine von mehreren Interventionsstrategien dar, um die Suizidrate im Stadtgebiet Frankfurt zu senken.

Der erste Fortbildungstermin findet am 25.9.2018 von 18.30 bis 20.00 Uhr im Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt (Theodor-Stern-Kai 7, Haus 10C, 60590 Frankfurt). Um vorherige Anmeldung bis zum 21.9.2018 wird gebeten.

 

Kontakt:

Felix Reinhardt
Fon: 069 6301-84485
E-Mail: frappe@allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de