17.03.2018: 8. Marburger Symposion für Palliativmedizin und Hospizarbeit / 12. Hessischer Palliativtag

Immer neue Fortschritte lassen die Behandlungsmöglichkeiten fast unbegrenzt erscheinen, wenn die fünfte Therapie versagt, gibt es ja noch eine sechste, siebte oder achte. Aber wie soll der Patient erkennen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, auf weitere Therapien vielleicht besser zu verzichten? Wie erkennen Ärzte, Pflegekräfte und Begleiter, wann vielleicht nicht mehr die immer neue Therapie den richtigen Weg weist? Weder Grundregeln nach dem Motto: "Bei Hospizpatienten ist grundsätzlich auf jede Chemo- oder Immuntherapie zu verzichten" noch Aussagen wie: "Ich biete jedem meiner Patienten eine Therapie bis zum letzten Tag an" helfen uns hier weiter.
Häufig helfen in diesen Fällen nur viel Erfahrung auf Seiten der Therapeuten und Begleitung, eine kritische Auseinandersetzung mit eigenen Motiven und Gefühlen und ein gutes Bauchgefühl weiter. Vielleicht kann es auch gelingen, ethische Regeln für den Umgang mit solchen Situationen zu entwickeln.

Diesem Themenkomplex will sich der Hessische Palliativtag/das Marburger Symposion widmen unter dem Thema:

Wenn immer noch was geht ... - Erschwert medizinischer Fortschritt die Sterbebegleitung?
am 17. März 2018, von 9 bis 17 Uhr
im Erwin-Piscator-Haus (Stadthalle Marburg),
Biegenstraße 15
35037 Marburg

 

Anmeldung unter: www.hospiz-marburg.de
Der Teilnehmerbeitrag beträgt bis 31.01.17 € 35, ab 01.02.18 € 50.