Startbild: 3D-Abbildungen von mehreren SARS-COV2-Viren

Infos für Ärztinnen und Ärzte rund um SARS-CoV-2 und Covid-19

Letzte Aktualisierung: 14.04.2021, 10:00 Uhr

Allgemeine Informationen:

Ausführliche weitere Informationen, u. a. auch Handlungsanweisungen für Ärztinnen und Ärzte, finden Sie auf den Websites der folgenden Institutionen:

Impfzentren: Weg für Honorarverträge endlich frei

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach § 130 SGB IV neu sind Einnahmen aus Tätigkeiten als Ärztin oder Arzt in einem Impfzentrum oder angegliederten mobilen Impfteam im Sinne der Corona-Impfverordnung nicht  sozialversicherungsbeitrags- und auch nicht meldepflichtig. Da auch steuerrechtliche Probleme aufgetreten sind, haben wir das Hessische Finanzministerium auf eine Lösung gedrängt. Uns wurde bestätigt, dass Honorararztverträge selbstverständlich zulässig sind. Durch Ergänzung der Verfügung der Oberfinanzdirektion Frankfurt zum 15. März 2021 wurde der  Verwaltungsaufwand für die Impfzentren bei Abschluss von Honorararztverträgen deutlich reduziert und klargestellt, dass diese nicht dem Lohnsteuerabzug und nicht der Umsatzsteuer unterfallen. Im Rahmen der Steuererklärung besteht natürlich die Pflicht, die Honorare als „Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit“ gesondert zu erklären. Weitere Informationen finden Sie in den nachfolgenden FAQ.

Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der LÄKH

FAQ – Häufig gestellte Fragen beim Abschluss von Honorararztverträgen für Tätigkeiten in Impfzentren und mobilen Impfteams i.S.d. Coronavirus-Impfverordnung

1. Brauche ich eine eigene Berufshaftpflichtversicherung?
2. Besteht eine Sozialversicherungsmeldepflicht bzw. Sozialversicherungsbeitragspflicht?
3. Besteht ein Unfallversicherungsschutz?
4. Wie hoch ist das Honorar?
5. Unterfällt das Honorar dem Lohnsteuerabzug bzw. der Umsatzsteuer?

Informationen für ausbildende Ärztinnen und Ärzte & MFA-Auszubildende:

Ausbildungsförderung während der Corona-Pandemie

Bund und Land Hessen fördern die Ausbildungsbereitschaft während der Corona-Zeit mit verschiedenen Maßnahmen. Auf unserer Seite Förderprogramme/EQ finden Sie gebündelt Informationen zu folgenden Ausbildungsförderungsprogrammen:

  • Ausbildungsförderung des Landes Hessen während der Corona-Pandemie
  • Bundesgprogramm Ausbildungsplätze sichern
  • Förderprogramm Verbundausbildung
  • Ausbildungsplatzförderung für Hauptschülerinnen und Hauptschüler

FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Ausbildung und zu den Prüfungen der Medizinischen Fachangestellten in Bezug auf die aktuelle Pandemie-Situation

1. Wie findet zurzeit Berufsschule statt?
2. Müssen die Auszubildenden in die Ausbildungsstätte gehen, wenn die Berufsschule geschlossen hat?
3. Haben die Auszubildenden ein Recht auf "Freistellung", um die Arbeitsaufträge aus der Berufsschule zu erledigen?
4. Müssen Auszubildende 14 Tage vor der Abschlussprüfung (am 05.05.2021) freigestellt werden?
5. Wie geht die Landesärztekammer mit Fehlzeiten um, die aufgrund von Berufsschul- oder Praxisschließungen zustande kommen?
6. Berücksichtigen die Prüfungsausschüsse den durch Corona beeinträchtigten Ausbildungsverlauf?
7. Gilt Kurzarbeit auch für Auszubildende und wie ist die Vergütung geregelt?
8. Dürfen Minderjährige wegen der potentiellen Corona-Infektionsgefahr weiterhin in der Ausbildungsstätte tätig sein?
9. Kündigung des Ausbildungsverhältnisses
10. Ist eine Kündigung zulässig, wenn sich ein/-e MFA nicht gegen Corona impfen lassen?
11. Beendigung des Ausbildungsverhältnisses durch Fristablauf bzw. vor Abnahme der Abschlussprüfung (beispielsweise wegen Verschiebung des Prüfungstermins)
12. Verlängerung der Ausbildungszeit
13. Vereinbarung der Teilzeitausbildung
14. Freistellung der/des Auszubildenden
15. Anordnung von Urlaub für Auszubildende
16. Ausbildungsvergütung

Wir wünschen weiterhin eine erfolgreiche Ausbildung!

Bitte schauen Sie immer wieder auf unsere Website. Hier stellen wir regelmäßig alle aktuellen Informationen ein. Bitte sehen Sie - soweit vermeidbar - von telefonischen Nachfragen ab. Herzlichen Dank!

Menschen mit Rheuma und Covid-19 bestmöglich versorgen: Register www.covid19-rheuma.de

Die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie haben das deutsche Covid-19-Register erstellt, damit Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Covid-19-Nachweis anonym erfasst werden können. Mithilfe des Registers unter www.covid19-rheuma.de sollen Informationen zum Verlauf einer Covid-19-Infektion unter antirheumatischer Therapie gewonnen werden, um baldmöglichst daraus Empfehlungen für die Handhabung antirheumatischer Therapien angesichts der Corona-Pandemie abzuleiten zu können.

Ärztinnen und Ärzte können auf der Website www.covid19-rheuma.de – nach kurzer Registrierung – komfortabel Rheumapatienten mit positivem Nachweis von SARS-CoV-2 oder mit Covid-19-Erkrankung online dokumentieren (Dauer maximal sieben Minuten).

Betroffene Patientinnen und Patienten können sich selbst auch direkt telefonisch bei der Kontaktstelle des Registers melden, wo ein Rheumatologe entsprechende Angaben erfragt. Die erhobene Fälle sollen auch den korrespondierenden internationalen Registern zur Verfügung gestellt werden, so dass keine doppelten Eingaben notwendig sind. Das Covid-19-Register in Gießen wird geleitet von Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner und Dr. med. Rebecca Hasseli.

Neben dem Register covid-19-rheuma.de von DGRh und Uni Gießen betreibt auch die europäische rheumatologische Fachorganisation EULAR ein Register und auch in den USA haben Wissenschaftler einen internationalen Fragebogen eingerichtet. Die DGRh unterstützt beide Initiativen aktik. (red)

Leitfaden zum praktischen Umgang mit Allergien bei Covid-19-Impfungen

In Deutschland leben ca. 25 Millionen Allergiker – somit ist fast 1/3 der Gesamtbevölkerung von Allergien betroffen.
Berichte über schwere allergische Reaktionen und Anaphylaxien direkt nach den ersten Covid-19-Impfungen in Großbritannien, Kanada und USA haben daher erhebliches Aufsehen verursacht.

Erste Zahlen aus den USA zeigen, dass die Rate an Anaphylaxien für die neuen mRNA-Impfstoffe mit 2,5-11,1 Fällen pro 1 Million verabreichter Impfdosen ungefähr im Durchschnitt aller bisherigen Impfstoffe liegt. Bei den meisten Patienten (71,4%) traten die Symptome innerhalb von 15 Minuten auf, bei 14,3% innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Somit kann man mit einer Überwachungszeit von 30 Minuten fast 90% aller allergischen Reaktionen rechtzeitig erkennen. Sobald dies gegeben ist, kann die Behandlung in der Regel einen schweren Verlauf verhindern. Hierzu müssen die impfenden Ärzt/-innen und alle medizinischen Mitarbeiter/-innen in Impfzentren und sonstigen Impfstellen die notwendigen Maßnahmen zur Anaphylaxie-Behandlung kennen.

Der Ärzteverband Deutscher Allergologen e. V. (AEDA) hat hierzu mehrere Positionspapiere aller deutschsprachigen Allergie-Gesellschaften erarbeitet und deren wesentliche Inhalte in einem Leitfaden zusammengefasst.

Allgemeine Anfragen und Hinweise an das HMSI:

Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmerinnen und Unternehmer, die von der Corona-Krise betroffen sind, haben die Möglichkeit, Fragen oder Hinweise an das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) zu schicken.