Startbild: 3D-Abbildungen von mehreren SARS-COV2-Viren

Infos für Ärztinnen und Ärzte rund um SARS-CoV-2 und Covid-19

Letzte Aktualisierung: 26.11.2021, 12:00 Uhr

Corona-Impfung durch Betriebsärzte:

Ab dem 7. Juni 2021 sollen auch die Werks- und Betriebsärztinnen und -ärzte in die dezentrale Covid-19-Impfkampagne einbezogen werden. Die Vorbereitungen befinden sich zwischen dem Bundesgesundheitsministerium, der BDA und den Verbänden der Betriebsärzte in der finalen Abstimmung. Eine Anpassung der Coronavirus-Impfverordnung liegt bereits im Entwurf vor. Auf der gemeinsamen Website von DIHK, BDA, BDI und ZDH www.wirtschaftimpftgegencorona.de finden Sie alle aktuellen Informationen.

Impfen für Privatpraxen:

Mit dem aktuellen Entwurf zur Änderung der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) sollen ab dem 7. Juni 2021 auch Arztpraxen, die nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, in die bundesweite Impfkampagne einbezogen werden, sofern sie ihre niedergelassene Tätigkeit nachgewiesen haben (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. Abs. 4).

Um zu gewährleisten, dass nur niedergelassen tätige Privatärztinnen und Privatärzte an der Impfkampagne teilnehmen, müssen sie eine entsprechende Bescheinigung vorlegen. Dies geschieht im ersten Schritt durch Antrag und Abgabe einer Selbstauskunft gegenüber ihrer jeweilig zuständigen Landesärztekammer. Den Inhalt der Selbstauskunft hat die Bundesärztekammer festgelegt. Die Landesärztekammern stellen den Antragstellenden eine Bescheinigung über ihre niedergelassene Tätigkeit aus. Mit dieser Bescheinigung können sich die Privatärztinnen und Privatärzte bei dem Verband der Privatärztlichen Verrechnungsstelle e.V. für den Zugang zum elektronischen Meldesystem nach § 4 Absatz 4 registrieren. Sobald dies erfolgt ist, bescheinigt der Verband der Privatärztlichen Verrechnungsstelle e.V. den Privatärztinnen und Privatärztinnen die Fähigkeit zur Teilnahme an der Impfsurveillance und den Zugang zum System nach § 4 Absatz 4.

In dem Selbstauskunftsformular, das die Landesärztekammer Hessen den in Hessen niedergelassen tätigen Privatärztinnen und Privatärzte zum Download zur Verfügung stellt, ist eine Selbstauskunft über

  1. die Ausübung eines regelhaften Praxisbetriebs,
  2. das Vorliegen einer angemessenen Berufshaftpflichtversicherung für die berufliche Tätigkeit gemäß § 21 Berufsordnung
  3. und die Nichtzulassung als Vertragsärztin bzw. Vertragsarzt

gegenüber der Landesärztekammer Hessen abzugeben.

Die CoronaImpfV sieht in § 15 vor, dass eine vorsätzliche oder fahrlässig falsche Selbstauskunft mit einem Ordnungsgeld nach § 73 Absatz 1a Nummer 24 d des Infektionsschutzgesetzes belegt werden kann.

Das Formular ist als elektronisch beschreibbares PDF gestaltet. Es wird darum gebeten, es elektronisch auszufüllen und hiernach eigenhändig zu unterschreiben. Bitte reichen Sie dann das Dokument als Scan per Mail mit dem Stichwort „Selbstauskunft“ an die von der Landesärztekammer Hessen eingerichtete E-Mail-Adresse privatpraxen@laekh.de ein. Die Landesärztekammer Hessen bestätigt aufgrund dieser Selbstauskunft und ihrer vorliegenden Mitgliederdatenbank die Mitgliedschaft auf dem Formular und sendet es per Post an die Privatärztin bzw. den Privatarzt zurück.

Allgemeine Informationen:

Ausführliche weitere Informationen, u. a. auch Handlungsanweisungen für Ärztinnen und Ärzte, finden Sie auf den Websites der folgenden Institutionen:

„Das Impfbuch für alle“

Das Robert Koch-Institut hat zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Das Impfbuch für alle“ herausgegeben. In der kostenlosen Broschüre zum Thema Impfen werden kompakte Informationen zur Impfgeschichte und Impfforschung, zu Impfkonflikten und zur aktuellen COVID-19-Schutzimpfung gebündelt. Das Impfbuch will zur gesundheitlichen Aufklärung insbesondere in Bezug auf die COVID-19-Schutzimpfung beitragen.

Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen kommentiert die Beiträge in der Broschüre mit seinen persönlichen Erfahrungen und seiner Sicht zum Thema Impfen.

Das Impfbuch für alle ist auch in den Sprachen Englisch, Russisch, Türkisch und Arabisch erhältlich. Die BZgA bietet auf ihrer Website den Download im PDF-Format an. Interessiert Bürger/-innen sowie Arztpraxen können die Broschüre auch in gedruckter Form zur Auslage in den Praxisräumen bestellen.

Die PDF-Downloads sowie alle Infos zur Bestellung finden Sie auf der Website der BZgA

Impfzentren: Weg für Honorarverträge endlich frei

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach § 130 SGB IV neu sind Einnahmen aus Tätigkeiten als Ärztin oder Arzt in einem Impfzentrum oder angegliederten mobilen Impfteam im Sinne der Corona-Impfverordnung nicht  sozialversicherungsbeitrags- und auch nicht meldepflichtig. Da auch steuerrechtliche Probleme aufgetreten sind, haben wir das Hessische Finanzministerium auf eine Lösung gedrängt. Uns wurde bestätigt, dass Honorararztverträge selbstverständlich zulässig sind. Durch Ergänzung der Verfügung der Oberfinanzdirektion Frankfurt zum 15. März 2021 wurde der  Verwaltungsaufwand für die Impfzentren bei Abschluss von Honorararztverträgen deutlich reduziert und klargestellt, dass diese nicht dem Lohnsteuerabzug und nicht der Umsatzsteuer unterfallen. Im Rahmen der Steuererklärung besteht natürlich die Pflicht, die Honorare als „Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit“ gesondert zu erklären. Weitere Informationen finden Sie in den nachfolgenden FAQ.

Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der LÄKH

FAQ – Häufig gestellte Fragen beim Abschluss von Honorararztverträgen für Tätigkeiten in Impfzentren und mobilen Impfteams i.S.d. Coronavirus-Impfverordnung

1. Brauche ich eine eigene Berufshaftpflichtversicherung?
2. Besteht eine Sozialversicherungsmeldepflicht bzw. Sozialversicherungsbeitragspflicht?
3. Besteht ein Unfallversicherungsschutz?
4. Wie hoch ist das Honorar?
5. Unterfällt das Honorar dem Lohnsteuerabzug bzw. der Umsatzsteuer?

Finanzielle Hilfen für Freiberufler

Informationen für ausbildende Ärztinnen und Ärzte & MFA-Auszubildende:

Ausbildungsförderung während der Corona-Pandemie

Bund und Land Hessen fördern die Ausbildungsbereitschaft während der Corona-Zeit mit verschiedenen Maßnahmen. Auf unserer Seite Förderprogramme/EQ finden Sie gebündelt Informationen zu folgenden Ausbildungsförderungsprogrammen:

  • Ausbildungsförderung des Landes Hessen während der Corona-Pandemie
  • Bundesgprogramm Ausbildungsplätze sichern
  • Förderprogramm Verbundausbildung
  • Ausbildungsplatzförderung für Hauptschülerinnen und Hauptschüler

FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Ausbildung und zu den Prüfungen der Medizinischen Fachangestellten in Bezug auf die aktuelle Pandemie-Situation

Wie findet zurzeit Berufsschule statt?
Müssen die Auszubildenden in die Ausbildungsstätte gehen, wenn die Berufsschule geschlossen hat?
Haben die Auszubildenden ein Recht auf "Freistellung", um die Arbeitsaufträge aus der Berufsschule zu erledigen?
Wie geht die Landesärztekammer mit Fehlzeiten um, die aufgrund von Berufsschul- oder Praxisschließungen zustande kommen?
Berücksichtigen die Prüfungsausschüsse den durch Corona beeinträchtigten Ausbildungsverlauf?
Gilt Kurzarbeit auch für Auszubildende und wie ist die Vergütung geregelt?
Dürfen Minderjährige wegen der potentiellen Corona-Infektionsgefahr weiterhin in der Ausbildungsstätte tätig sein?
Kündigung des Ausbildungsverhältnisses
Ist eine Kündigung zulässig, wenn sich ein/-e MFA nicht gegen Corona impfen lassen?
Beendigung des Ausbildungsverhältnisses durch Fristablauf bzw. vor Abnahme der Abschlussprüfung (beispielsweise wegen Verschiebung des Prüfungstermins)
Verlängerung der Ausbildungszeit
Vereinbarung der Teilzeitausbildung
Freistellung der/des Auszubildenden
Anordnung von Urlaub für Auszubildende
Ausbildungsvergütung
Umgang mit Nichtgeimpften/Impfverweigerern in der MFA-Berufsausbildung

Wir wünschen weiterhin eine erfolgreiche Ausbildung!

Bitte schauen Sie immer wieder auf unsere Website. Hier stellen wir regelmäßig alle aktuellen Informationen ein. Bitte sehen Sie - soweit vermeidbar - von telefonischen Nachfragen ab. Herzlichen Dank!

Menschen mit Rheuma und Covid-19 bestmöglich versorgen: Register www.covid19-rheuma.de

Die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie haben das deutsche Covid-19-Register erstellt, damit Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Covid-19-Nachweis anonym erfasst werden können. Mithilfe des Registers unter www.covid19-rheuma.de sollen Informationen zum Verlauf einer Covid-19-Infektion unter antirheumatischer Therapie gewonnen werden, um baldmöglichst daraus Empfehlungen für die Handhabung antirheumatischer Therapien angesichts der Corona-Pandemie abzuleiten zu können.

Ärztinnen und Ärzte können auf der Website www.covid19-rheuma.de – nach kurzer Registrierung – komfortabel Rheumapatienten mit positivem Nachweis von SARS-CoV-2 oder mit Covid-19-Erkrankung online dokumentieren (Dauer maximal sieben Minuten).

Betroffene Patientinnen und Patienten können sich selbst auch direkt telefonisch bei der Kontaktstelle des Registers melden, wo ein Rheumatologe entsprechende Angaben erfragt. Die erhobene Fälle sollen auch den korrespondierenden internationalen Registern zur Verfügung gestellt werden, so dass keine doppelten Eingaben notwendig sind. Das Covid-19-Register in Gießen wird geleitet von Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner und Dr. med. Rebecca Hasseli.

Neben dem Register covid-19-rheuma.de von DGRh und Uni Gießen betreibt auch die europäische rheumatologische Fachorganisation EULAR ein Register und auch in den USA haben Wissenschaftler einen internationalen Fragebogen eingerichtet. Die DGRh unterstützt beide Initiativen aktik. (red)

Leitfaden zum praktischen Umgang mit Allergien bei Covid-19-Impfungen

In Deutschland leben ca. 25 Millionen Allergiker – somit ist fast 1/3 der Gesamtbevölkerung von Allergien betroffen.
Berichte über schwere allergische Reaktionen und Anaphylaxien direkt nach den ersten Covid-19-Impfungen in Großbritannien, Kanada und USA haben daher erhebliches Aufsehen verursacht.

Erste Zahlen aus den USA zeigen, dass die Rate an Anaphylaxien für die neuen mRNA-Impfstoffe mit 2,5-11,1 Fällen pro 1 Million verabreichter Impfdosen ungefähr im Durchschnitt aller bisherigen Impfstoffe liegt. Bei den meisten Patienten (71,4%) traten die Symptome innerhalb von 15 Minuten auf, bei 14,3% innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Somit kann man mit einer Überwachungszeit von 30 Minuten fast 90% aller allergischen Reaktionen rechtzeitig erkennen. Sobald dies gegeben ist, kann die Behandlung in der Regel einen schweren Verlauf verhindern. Hierzu müssen die impfenden Ärzt/-innen und alle medizinischen Mitarbeiter/-innen in Impfzentren und sonstigen Impfstellen die notwendigen Maßnahmen zur Anaphylaxie-Behandlung kennen.

Der Ärzteverband Deutscher Allergologen e. V. (AEDA) hat hierzu mehrere Positionspapiere aller deutschsprachigen Allergie-Gesellschaften erarbeitet und deren wesentliche Inhalte in einem Leitfaden zusammengefasst.

Allgemeine Anfragen und Hinweise an das HMSI:

Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmerinnen und Unternehmer, die von der Corona-Krise betroffen sind, haben die Möglichkeit, Fragen oder Hinweise an das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) zu schicken.