Informationen zum Coronavirus

Zahlreiche Menschen haben sich in China (allen voran in Wuhan in der Provinz Hubei) mit der akuten Atemwegserkrankung COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) infiziert, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. SARS steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom (Severe Acute Respiratory Syndrome). Die Letalitätsberechnung schwankt derzeit zwischen 2 und 4 %.

Angesichts der weltweit fortschreitenden Verbreitung des Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30. Januar 2020 eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen. Wie sich die WHO-Mitglieder im Jahr 2005 geeinigt haben, kann ein solcher internationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen werden, wenn eine Seuche mehrere Länder bedroht. Verbunden mit der Erklärung einer Notlage sind Empfehlungen, wie Länder sich schützen und eine Ausbreitung des Virus verhindern können. Auch sind die WHO-Mitglieder bei einer Notlage verpflichtet, ihre Maßnahmen zu koordinieren.

In Deutschland sind bislang nur wenige bestätigte Infektionsfälle aufgetreten. Nach Einschätzung der Bundesregierung besteht für Deutschland nach wie vor keine akute Gefahr. Das Bundesgesundheitsministerium verweist auf eine Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI), wonach das Risiko für Deutschland "weiterhin gering" sei. Um die Lage jedoch stets aktuell einschätzen zu können, steht das RKI im engen Austausch mit der Weltgesundheitsorganisation und überwacht alle neu eintreffenden Nachrichten zu dem Geschehen im Ausland.
Auf globaler Ebene handelt es sich um eine sich sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Situation. Für eine abschließende Beurteilung der Schwere von COVID-19 liegen gegenwärtig nicht genügend Daten vor. Schwere und tödliche Krankheitsverläufe kommen bei einem Teil der Fälle vor. Mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden. Auch weitere Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland sind möglich. Gegenwärtig gibt es jedoch keinen Anhalt für eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland, sodass die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell weiterhin gering bleibt. Es ist offen, ob es gelingen wird, die weltweite Ausbreitung des Erregers einzugrenzen; daher kann sich diese Einschätzung kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Das Auswärtige Amt hat in seinen Reisehinweisen für China eine Teilreisewarnung ausgesprochen: Es warnt vor Reisen in die betroffene Provinz Hubei und ruft dazu auf, nicht zwingende Reisen in die Volksrepublik auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Zudem wird allen Reisenden empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes einzutragen und sich noch vor der Abreise mit dem aktuellen Nordhalbkugelimpfstoff gegen Influenza impfen zu lassen – um zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle beizutragen. Auch sei es wichtig, bei Reisen nach China den Kontakt mit kranken Menschen und Tieren zu vermeiden, keine Märkte mit Tierprodukten aufzusuchen und auf "regelmäßiges richtiges Händewaschen sowie auf eine Husten-und Nies-Etikette" zu achten, d.h. in die Armbeuge oder besser in ein Taschentuch zu husten bzw. zu niesen und dieses gleich zu entsorgen. Bei Fieber und Anzeichen einer Atemwegsinfektion solle sofort ein Arzt aufgesucht werden.

 

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