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Herber Rückschlag für den Nichtraucherschutz

 

Ärztekammerpräsident appelliert an Politiker

Als äußerst bedauerlich bezeichnet der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach die geplante Lockerung des Rauchverbots in Hessen. Dass der Landtag heute voraussichtlich beschließen werde, Rauchen in Eckkneipen, Gaststätten mit einfacher Küche, geschlossenen Gesellschaften und Festzelten künftig wieder zu erlauben, sei völlig unverständlich. "Die Entscheidung wäre ein herber Rückschlag für den Nichtraucherschutz," erklärte von Knoblauch. Zugleich untergrabe sie die Vorbildfunktion des Nichtraucherschutzgesetzes für Kinder und Jugendliche: "Wenn wir von Prävention sprechen, ist damit immer auch das beispielhafte Vorleben von gesundheitsorientiertem Verhalten gemeint. Rauchen in Gegenwart von Kindern und Jugendlichen ist dagegen ein schlechtes Vorbild."

So schade der blaue Qualm dem jugendlichen Körper nicht nur mehr als einem Erwachsenen; er mache auch schneller abhängig: "Je früher Kinder und Jugendliche mit dem Rauchen anfangen, umso früher setzt die Sucht ein - mit unabsehbaren Folgen für die Gesundheit", betonte von Knoblauch. Zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Nichtrauchern müsse das Rauchen überall dort, wo Publikumsverkehr bestehe, rigoros untersagt werden. Der Ärztekammerpräsident appellierte daher an die Politiker, ihre heutige Entscheidung nochmals zu überdenken.



Artikel vom 3.3.2010
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